Don Quijote - Auf den Spuren von Miguel de Cervantes

Shownotes

Berühmt wurde er durch einen Roman, dessen Held gegen Windmühlen kämpft und doch ist sein Werk weit mehr als die Geschichte eines liebenswerten Narren: Miguel de Cervantes, einer der „Big Five“ der europäischen Literatur neben Homer, Dante Alighieri, William Shakespeare und Johann Wolfgang von Goethe, schrieb mit Don Quijote de la Mancha Literaturgeschichte und bereitete den Weg für den modernen Roman.

Im Zentrum stehen zwei der unvergesslichsten Figuren der Weltliteratur, der idealistische, verrückte Ritter Don Quijote und sein bodenständiger, ängstlicher und zugleich naiv kluger Gefährte Sancho Panza. Gemeinsam durchstreifen sie eine Welt, in der sich Fantasie und Wirklichkeit unaufhörlich verschieben.

In unserer neuen Podcast zeigen wir, warum der Autor Miguel de Cervantes damit als „Henker des Ritterromans“ gilt und warum sein Werk doch weit mehr ist als eine Parodie. Wie es ihm gelang, die Zensur seiner Zeit zu umgehen und was den Don Quijote zu einem Roman macht, der seine eigene Fiktion reflektiert und damit seiner Zeit weit voraus ist.

Dabei blicken wir auch auf ein Leben, das selbst wie ein Roman wirkt, vom stolzen Soldaten in der Schlacht von Lepanto, wo er schwer verwundet wurde, über Jahre der Gefangenschaft als Sklave in Algier bis hin zu Gefängnisaufenthalten, finanziellen Krisen und einem unerschütterlichen Lebensmut.

Ganz herzlichen Dank an Alix Gabele und Andreas Kolbe. Beide haben uns Don Quijote und Sancho Panza auf so vergnügliche und eindrückliche Weise nahegebracht.

Weitere Infos und Bildmaterial zu Miguel de Cervantes und seinem Don Quijote findet ihr auf unserem Instagram Kanal @lit.ermittlerinnen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Da sahen sie dreißig oder vierzig Windmühlen auf dem Feld vor ihnen, und kaum hatte Don Quixote sie ablegt, sagte er zu seinem Knappen.

00:00:26: und eine wahrlich gottgefällige Tat derlei Schandgezücht vom Erdboden zu tilgen.

00:00:36: Was für Riesen fragte Sancho Pansa!

00:00:40: Die, die du da vor dir siehst, erwiderte sein Herr – die Arme so lang, dass sie bei manchen fast zwei Meilen messen.

00:00:48: Aber seht doch her, antwortete Sanchu.

00:00:51: Was dort erscheint, sind keine Riesen.

00:00:54: Sondern Windmühlen!

00:00:56: Und was wie Arme erscheinen, sind ihre Flügel, die im Wind veribbeln und den Mahlstein

00:01:01: bewegen.".

00:01:01: Man merkt wohl", sagte darauf Don Quixote, dass du in Abenteuern nicht bewandert bist.

00:01:08: Resen sind es – und wenn Du Angst hast, geh mir aus dem Weg und bete, solange ich diesen erbitterten ungleichen Kampf mit ihnen fechte.

00:01:18: Nach diesen Worten gab er seinem Pferdrosinante die Sporen, ohne auf die Rufe zu achten, die ihm sein knappes Sancho als Warnung hinterherschickte.

00:01:28: Dass er gewiss gegen Windmühlen und nicht gegen Riesenstürme!

00:01:32: Doch war er von den Riesen nicht abzubringen, sodass er weder die Rufe seines Knappen hörte noch Begriff – so nahe auch schon wahr –

00:01:40: was er davor

00:01:41: sich hatte?

00:01:42: Sondern laut rief... Entfleucht mir nicht ihr Feigen schändlichen Kreaturen Ein einzelner Ritter greift euch an.

00:01:51: Da kam etwas Wind auf und die großen Mühlenflügel setzten sich in Bewegung.

00:01:56: Worauf Don Quixote sagte, lasst nur mehr Arme wirbeln als der Riese Briaeräos!

00:02:03: Eurer Strafe entgeht ihr

00:02:05: nicht!".

00:02:06: Sogleich empfahl er sich aus tiefster Seele seiner Herrin Dulcinéa, mit der Bitte ihm in dieser Schicksalsstunde beizustehen und ihn vollem Galopp sprengte er auf Rosinante, gewartnet mit seinem Rundschild und eingelegter Lanze gegen die erste Windmühle an.

00:02:23: Ein Flügel bekam einen Lanzenhieb ab doch der Wind trieb sie so heftig an dass die Lanze in Stücken davon flog und Ross und Reiter hinterher Der übel zugerichtet über das Feld rollte.

00:02:36: Sancho Panzer eilte ihm zur Seite so schnell sein Esel trabte und sah, dass er sich nicht rühren konnte.

00:02:43: So heftig war Rosinante mit ihm gestürzt!

00:02:46: – Allmächtiger!

00:02:49: rief Sanchu, habe ich euch nicht gesagt?

00:02:52: Ihr sollt acht

00:02:52: geben?!

00:02:53: Es sind nichts als Windmühlen was nur einer in den Wind schlagen kann dem sich selbst eine Mühle im Kopf dreht.

00:03:11: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Literaturmitlerin.

00:03:15: Mein Name ist Lin Leisner

00:03:18: und mein Name ist Jelena Wolić.

00:03:21: Was haben wir denn gerade gehört, Jelina?

00:03:25: Ja, wir haben eigentlich jetzt gehört Beschreibung eines Zähne aus dem Roman Don Quixote und Sancho Panzer von Miguel de Cervantesavetra.

00:03:43: Und ich glaube, ich könnte hier ewig sitzen und den beiden zuhören.

00:03:47: also...

00:03:47: Oh ja, das stimmt!

00:03:48: Das ist wirklich ... Also die beiden, die unsere Texte vorlesen sind absolut wundere.

00:03:57: Ich frage mich immer wieder woher nehmen sie dieses Gefühl und Gespür?

00:04:03: Für Diktion und für... Also die Texte werden so richtig lebendig, wenn die beide sie vorlesen oder gedichten.

00:04:11: Wir können uns bemühen wie viel wir wollen!

00:04:14: Wir leben wirklich diese Texte, wir können das nachempfinden.

00:04:18: Alles ist da aber das können wir nicht bringen eben durch unsere Stimmen und beim Vorlesen.

00:04:26: Und die beiden können das genial!

00:04:28: Genau,

00:04:28: und die beiden sind Alex und Andreas.

00:04:30: ganz liebe Grüße an euch.

00:04:31: und um ein liebes Dankeschön dass ihr immer so toll in unserem Podcast einführt und unsere Hörer richtig mitnehmt auf unsere kleine Literatur reisen.

00:04:42: Bevor wir auch einsteigen muss ich noch eins erwähnen Wir haben ja eine kleine technische Revolution Gerade, ihr müsst euch vorstellen normalerweise hatten wir die Mikros immer auf Bücher platziert.

00:04:56: Was natürlich gut zu einem Literatur-Podcast passt tatsächlich.

00:04:59: Als Bild, als

00:05:00: Bild!

00:05:01: Ja aber es war uns tatsächlich ein bisschen mühsam und wir haben jetzt, man muss dann immer sehr nah ran gehen an das Mikro damit dass alles auch in entsprechend Lautstärke ist und deswegen haben wir uns jetzt hier sogenannte Schwenkarme angeschafft die an den Tisch gefestigt wurden und jetzt können wir doch viel besser denke ich auch mit der Lautstärkung Kommt das besser hin, weil wir jetzt einfach dieses Mikro genau an unseren Mund heranführen können so dass ihr uns alle noch viel besser hört und unseren Worten lauschen könnt.

00:05:31: Wen haben wir gehört?

00:05:32: Du hast es schon gesagt!

00:05:32: Wir haben Don Quixote gehört von Miguel de Cervantes ein großartiger Roman Ein wichtiger Roman, ein wegweisender Roman.

00:05:41: und das werden wir alles noch denke ich in aller Ausführlichkeit wie wir es auch immer gerne machen erläutern.

00:05:47: Und man muss ja sagen, Cervantes war ein Nationaldichter, ein spanischer Nationaldicher der zu den großen, zu dem Big Five gehörte.

00:05:56: Ist ja immer

00:05:57: noch.

00:05:58: Also die Big Five Humair Dante Shakespeare Goethe und halt Cervante.

00:06:04: Der ist eigentlich ... Ja, führende Persönlichkeit oder führender Autor der spanisch-sprechende Literatur.

00:06:14: Und er hat diese wunderbare Figur oder Figurennt – das ist ja nicht nur Don Quixote, sondern auch sein knappes Sancho Panza, hat er sozusagen berühmt gemacht und hat sie auf die Bühne der Weltliteratur gebracht?

00:06:27: Absolut!

00:06:28: Und die beiden alleine das Bild von einem großen ... schlacksigen, dünn veralteten Ritter und von einem kleinen Dicken eben Knappen der auf einem Esel reitet.

00:06:47: Während Sancho Panza auf einer alten Pferd reitet.

00:06:53: das ist ein Motiv dass fast Kinder in den Kinderraten wieder erkennen.

00:07:00: also Wiedererkennungs Praktisch wert, diese zwei Figuren ist der Norm.

00:07:07: Aber es war andersrum?

00:07:08: Du hast gerade gesagt, Don Quixote auf dem Esel und Santa Panza auf dem Pferd, das war genau andersrum.

00:07:12: Also der...

00:07:13: Ja, genau!

00:07:14: Also Santa Pan...

00:07:16: Der war auf seinem sogenannten Grauohr, so hat er sein Esel immer genannt.

00:07:20: Und Don Quijote war auf der etwas Klapprigenausch und alten Rosinante unterwegs.

00:07:25: Ja also dieses Bild

00:07:27: auch

00:07:27: wunderschöne Namen.

00:07:29: vielleicht sprechen wir bestimmt auch nochmal drüber aber ich denke um dass Auch einzuordern, um die Bedeutsamkeit dieses Werkes zu verstehen.

00:07:36: Ist es auch wichtig dass wir die Zeit so ein bisschen verstehen?

00:07:40: Ja ich meine das ist Anfang des siebzehnten Jahrhunderts also Don Quixote erste Teil entstand.

00:07:50: Sechzehnundfünf

00:07:51: kam er aus.

00:07:52: Genau.

00:07:52: und zweite Teil.

00:07:53: Zehn Jahre später.

00:07:54: Sechszehn

00:07:54: Jahre spätestens.

00:07:56: Ja, sechzehntundhundert fünfzehn Ich meine, Shakespeare ist später.

00:08:03: Das heißt eigentlich mit Cervantes beginnt die Zeit des modernen Romans.

00:08:12: Das ist riechig!

00:08:12: Aber Shakespeare ist von seinem Werk, wenn ich mich spielte, aber er ist ja auch sechzenhundsechzehn gestorben.

00:08:18: Shakespeare?

00:08:19: Ja das stimmt.

00:08:20: Als Wahn tatsächlich waren das Zeitgenossen, die beiden

00:08:24: Eigentlich, ja.

00:08:25: Waren die das?

00:08:26: Die Bahnzeit draußen.

00:08:27: Ja also, sechzelsechzehn ist auch Shakespeare

00:08:29: gestorben.

00:08:30: Das ist interessant!

00:08:31: Also es gibt viele Vermutungen dass einige wichtige Motive Shakespeare eigentlich von Cervantes bzw.

00:08:40: von Loppe de Vega oder Calderon de la Barca genommen hat.

00:08:47: Es gibt sogar auch eine Theorie, dass ein von diesen besonderen Motiven es geht um Sturm.

00:08:57: Also so eine lyrische Form von Shakespeare wo Ariel eigentlich die Hauptfigur ist.

00:09:08: das dieser Motiv eigentlich auch sogar aus Dubrovnik stammt.

00:09:14: Natürlich sind das nur Ideen, die schwer zu beweisen sind.

00:09:17: Aber an sich ist es interessant, sich zu überlegen oder einfach darüber nachzudenken wie diese Motive überall so wandern ähnlich wie die Motive der Märchen eigentlich und sie haben alle also Entstehungspunkt in Mittelmeerraum genau Und natürlich, dieser Anfang des siebzehnten Jahrhunderts in Spanien.

00:09:49: Sieglo de Oro oder goldene Era.

00:09:56: Genau, goldenes Zeitalter kann

00:09:58: man sagen.

00:10:01: Und es steht in Verbindung mit Entdeckung Amerikas, mit eigentlich Kolonien.

00:10:07: Die ersten Eroberungen Lateinamerikas dann auch Gold und alles was man aus diesen neuen dekten Ländern nach Europa bringt wodurch Spanien auch wahnsinnig reich wird und spanische Monarchie mächtig wird Einerseits, andererseits wiederum auch sehr katholisch.

00:10:30: Sehr eingegrenzt in diesem fast religiösen Wahn der Monarchie vor allem und Kriegen von Castilla und dann später alle Monarchen die eigentlich katholische Religion nicht nur propagierten, sondern auch mit ganz brutale Macht durchsetzen wollten.

00:11:02: Genau du hast es ja schon gut umgerannt oder

00:11:03: durchgesetzt hat

00:11:05: Und man, das fing ja an so viertzehn zwei neunzig also mit der Entdeckung Südamerikas von Kolumbus und gleichzeitig war auch die sogenannte Riconquista.

00:11:14: Also dass sozusagen Spanien die iberische Halbinsel, die von den sogenannten Maurern wie man damals Berbervölker- und hierbische Vögerungen genannt hat besetzt war und es wurde wieder erobert.

00:11:25: Und genauere Spanier war unheimlich reich!

00:11:28: Ja, die haben auch wirklich diese Indigenkultur-Güter ausgeraubt in Südamerika.

00:11:32: Sie haben das ganze Gold und Silber mitgeschleppt nach Europa, nach Spanien.

00:11:37: Man hat dann aus den Silbermünzen produziert Also ein Geldmittel.

00:11:43: Aber das Problem war auch gleichzeitig, dass sie sich nicht wirklich um ihre Wirtschaft innerhalb ihres Landes gekümmert haben.

00:11:49: Das war eine Schwämme von diesen Silber- und Goldmünzen auch.

00:11:53: Und dann kam es zu Inflationen.

00:11:56: Lebensmittelkosten waren unglaublich hoch.

00:11:58: Es gab viele soziale Spannungen die Schere zwischen Arm und Reich wurde immer größer.

00:12:03: Wie du schon gesagt hast, es war ein Land wo der Katholizismus vorherrschte, es gab die sogenannte Inquisition.

00:12:11: Also das waren ja Verhöre und Gerichte.

00:12:14: Und man war auch besonders misstrauisch den sogenannten Konvers so gegenüber, also wir müssen uns vorstellen es war ein ganz multikulturelles Land damals.

00:12:24: Die Juden haben da gelebt, sogenannte Maurern halt natürlich immer noch die dann auch konvertiert sind zum Katholizismus, sogenannten

00:12:32: Rüsten?

00:12:32: Ja die haben wir heute wenn man nach Spanien geht.

00:12:35: Südspanien ist eigentlich Alkambra Südspanien ist, also Andalusien ist sehr so durchdrungen von dieser nordafrikanischen eigentlich Zivilisation oder das was Mauern gibt.

00:12:56: genannt wurden.

00:12:57: Es ist schon sehr, sehr spannend gewesen.

00:13:01: immer noch heute ist auch diese ganze Flamenco und das zeugt eigentlich alles für dieser multikulturelle Beschaffenheit spanisches spanischer Geografie genau die eigentlich dann auch politisch unterbunden wurde also die Moren oder die Maueren wurden.

00:13:26: Das war eine sehr unkluge Entscheidung, erst mal kam es zu vielen Protesten die dann auch niedergeschlagen werden musste.

00:13:31: Auch die Christen waren nicht unbedingt begeistert dass ihre Nachbarn jetzt abgeschoben wurden oder das Land verlassen mussten und sie waren auch viel im Handwerk tätig und voll mit der Landwirtschaft.

00:13:42: Ja, also viele haben da gearbeitet.

00:13:44: Sie wurden vertrieben und das war letztendlich ja wie so der Todesstoß auch für die spanische Wirtschaft.

00:13:49: plus in der Zeit haben sie auch viele Kriege verloren.

00:13:53: nachdem man da erst sehr erfolgreich gegen das usmanische Reich auch vorging hat sich dann Philipp II war es damals der regiert hat nach Karl, dem Fünften.

00:14:02: Dann ging die Engländer vorgegangen gegen die Niederländer.

00:14:05: da gab es so einen achtzigjährigen Krieg sogar und die haben sie alle verloren.

00:14:08: ja also die spanische Armada kamen da einfach nicht mehr an hat natürlich sehr viel Geld gekostet.

00:14:13: also neben diesem großen Macht die Spanien hatte und die große wirtschaftliche macht das ging wirklich zum ende dieses sogenannte Ciclo de Loro ginge es halt auch wirklich nieder muss man sagen.

00:14:25: Man sagt der Ciclon de Oro eben mit dem Tod von Calderón de la Barca Endet, das ist sechzehnhundertachtzig-einundachtzig.

00:14:34: Und es ist auch interessant weil wenn man die Malerei von Goya sich anschaut viele seine Motive oder viele seine Bilder verarbeiten eigentlich diese Zeit und verarbeiten auch dieser dunkle Seite Der goldenen Zeitalter eigentlich.

00:15:00: Aber für die Literatur und für die Kunst war das ja eine ganz, ganz wichtige Zeit?

00:15:05: Also also die Blütezeit der spanischen Kultur.

00:15:09: gibt es denn da so Vertreter?

00:15:10: oder was fällt dir da als erstes ein wenn du daran denkst?

00:15:14: Als erstes denke ich an Lope de Vega natürlich Tirso de Molina und dann Calderón de la Barca absolut Teresa von Avila.

00:15:26: Das ist auch noch sechzehntes Jahrhundert.

00:15:31: Es ist wirklich zahlreiche, ja natürlich Gongora.

00:15:36: Also Luis de Gongora ein der meist untersuchten und analysierten spanischen Dichter die bekannt für seine Mystik und für seine sprachliche Gewandheit sehr schwer durchblickt ist.

00:16:03: Und ich weiß, dass wir noch im Studium häufig eben die Parallel zwischen dem Gongora und Hölderlin gestellt haben, wobei natürlich Hölderlin Anders beschaffen, es ist auch eine andere Zeit.

00:16:29: Es gibt auch einige interessante Parallel, wo man einiges vergleichen kann bzw.

00:16:38: nebeneinander stellen und dann die Unterschiede deuten kann.

00:16:47: Und in diesem goldenen Zeitalter ist Savantes auf die Welt gekommen.

00:16:54: Genau, um nicht zu vergessen eigentlich zu der Zeit und das ist auch glaube ich für unsere zwei Helden, also Sancho Pansa und Don Quixote interessant.

00:17:06: Also das ist die Zeit von El Greco.

00:17:08: Ja, genau.

00:17:09: Die sind zeitgenossen.

00:17:11: El Grego ist, glaube ich, sechzehnhundert vierzehn gestorben.

00:17:15: Und El Greco ist ein der, ja wie soll ich sagen?

00:17:19: Also man erkennt El Grecos Bilder sofort und überall.

00:17:28: Der ist derjenige mit langen Gesichtern und also sein Nespolio.

00:17:36: Also praktisch das ist Moment wenn der Jesus von vom Kreuz eben heruntergenommen wird und danach kommt Pietà, also dieses Polio mit roten Gewand ist ich glaube ein der Meisterwerke.

00:17:55: Also der Weltmalerei und ich werde nie vergessen... Ich war sehr jung, ich war achtzehn glaub' ich als ich in Toledo war die Bilder von El Grecoín original eben gesehen habe.

00:18:13: Und ganz wenig ist so faktisch in meinem Kopf geblieben, aber das woran ich mich erinnere, ist das Gefühl, dass ich hatte.

00:18:25: Gefühl der absoluten Begeisterung.

00:18:29: und also dieser, dieses Effekt, Moment wo man wirklich denkt, das isst Unglaublich.

00:18:40: Das ist etwas, wo ich weiß es auch nicht was ich gedacht habe aber das Rot dieser Farbe wird mir nie aus den Kopf her.

00:18:54: Also das verliere ich nie aus meiner Erdenung als Eindruck

00:19:01: Genau, also da habt ihr jetzt mal so ein bisschen die Zeit schon umrissen.

00:19:04: Könnte es vielleicht so ein bißchen einordnen.

00:19:06: und wie gesagt in derzeit ist fünftonundvierzig Miguel de Cervantes geboren.

00:19:12: Es gibt kein Bildnis von ihm.

00:19:14: wenn hier mal so n bisschen oder das gibt eins wo man nicht sicher sowas sein soll Wenn er mal googelt findet ihr so'n bild aber da ist man sich nicht wirklich sicher ob wir

00:19:20: das sind.

00:19:20: Die sind alle so ähnlich.

00:19:21: Ja sie sehen alle gleich aus Ähnlich wie Cervants und Cervante sehr ähnlich Wie Loppe De Vega Und wie

00:19:29: du sagst Die wurde dann mit diesen Fragen ähnlicher Bart.

00:19:35: Aber es gibt eine Beschreibung von ihm, die er selbst verfasst hat.

00:19:39: Wo er sich und zwar ... Er hatte Novellen geschrieben.

00:19:41: Sprechen wir mal darüber so ne Sammlung von Novellen?

00:19:45: Und da hat er sich zu Beginn einmal beschrieben.

00:19:47: Er ist schon ein bisschen älter jetzt also ist nun in den Sechzeh, sechzig ungefähr.

00:19:51: Und er schreibt über sich dass wir ihn auch mal uns vorstellen können ja.

00:19:54: Also wie sah denn der Autor vom berühmten Donkey-Hot aus?

00:19:58: Also wie sehr er beschreibt sich selbst.

00:20:00: Da ist er, schaut ihn euch nur an.

00:20:02: Ein scharf geschnittenes Gesicht, kastanienbraunes Haar eine freie offene Stirn, fröhliche Augen und einige bogene aber wohlproportionierte Nase.

00:20:12: ein silbergrauer Kinmbad der vor kaum zwanzig jahren goldblond Schimmerte ein großer Schnurrbad und ein kleiner Mund.

00:20:20: Soweit so gut würde ich sagen.

00:20:21: also kann man sich gut vorstellen.

00:20:23: so jetzt wird es ein bisschen weniger schön.

00:20:26: Die Zähne sind weder besonders zahlreich noch ansehnlich, er hat nur noch sechs davon.

00:20:32: Und auch die sind in einem schlechten Zustand und stehen ihm zudem noch ungeschickt im Munde da hässliche Lücken zwischen ihnen sind.

00:20:41: Die Gestalt hält etwa die Mitte zwischen groß und klein, die Gesichtsfarbe ist frisch, eher weiß als bräunlich, die Schultern sind etwas hochgezogen und die Beine nicht sehr flink.

00:20:50: Das, ich versichere es dir ist der Verfasser des Galatea und des Don Quixot von der Mancha.

00:20:56: Also so hat er sich in dem Vorwort an den Leser selbst beschrieben.

00:21:00: So jetzt haben wir ein bisschen vielleicht ein kleines Bild von ihm.

00:21:03: Und erst geboren.

00:21:06: seine Eltern gehörten eher zum niedrigen Adel.

00:21:09: Das merkt man schon ein bisschen an dem Beruf, den der Vater hatte eigentlich sehr typischer Beruf.

00:21:13: Sein Vater war Wundarzt und Bader und auch noch Taub.

00:21:17: Also, der hat das nicht leicht gehabt.

00:21:19: Man hat auch immer so ein bisschen vermutet dass sie eigentlich aus einer jüdischen Familie stammt und dass sie zu den sogenannten Konverso als zu den konvertierten gehörten.

00:21:29: Nizien.

00:21:29: dafür hat man, weil der Vater immer mal wieder nachweisen musste.

00:21:32: Dass er sozusagen ein echter Altchrist wie die Menschen genannt haben, die wirklich reine Christen waren in vielen Generationen.

00:21:40: Biokristen!

00:21:41: Genau und das wusste ja muss man nachmachen.

00:21:45: Aber vieles ist schlecht zu Beginn auch gesagt bevor wir in seinen Biografie einsteigen.

00:21:50: Vieles von dem was wir wissen Vieles vermutet.

00:21:55: Es gibt zwei wichtige Pensionen im Leben, die wurden gut dokumentiert.

00:22:00: Das sind auch wichtige Sachen.

00:22:02: Erzählen wir gleich was diese zwei großen Momente in seinem Leben waren aber ansonsten muss man sagen ist man doch sehr viel im Dunkeln gelassen.

00:22:10: Vieles ist wirklich Spekulation.

00:22:12: es fängt schon damit an dass er in jungen Jahren, er hatte ein bisschen studiert Theologie und Humanismus.

00:22:19: In der Uni von Salamanca und Madrid, also er ist auch eine Nähe von Madrid geboren Und man sagt das er wahrscheinlich mit zweiundzwanzig Jahren nach Rom fliehen musste.

00:22:31: Was war passiert?

00:22:33: Es gibt einen Dokument Eine königliche verfügung Von fünfzehnneunundsechzig Wo ein sogenannter Miguel de Cervantes wo man denkt dass er es war in einem Duell einen anderen Adeligen verletzt hat.

00:22:46: Und das ist auch noch im Bezirk des Königlichen Palastes passiert und deswegen wurde dieser Cervantes verfolgt, sollte festgenommen werden und außerdem sollte ihm seine rechte Hand abgeschlagen

00:22:58: werden.".

00:22:59: Das war... Da wurde er verfolgt.

00:23:02: was dafür spricht dass er es wirklich war ist, dass er aus dem Jahr neunzehntneunzig nach Rom ging.

00:23:06: also da ist der Flucht aus Spanien begangen und er wurde dann Kamadina in Dienste eines Kardinals, also war im Vatikan.

00:23:15: Damals noch Baustelle muss man sich vorstellen ja?

00:23:17: Also die große Kuppel hier von Michanglos Kuppl vom Petersdom war auch noch nicht fertig, war noch nicht verendet und war mitten im Bau.

00:23:24: Er hat auf dieser Baustell da gelebt.

00:23:27: Und jetzt hat er geblickt, was kann ich machen?

00:23:29: Was habe ich für Optionen in meinem Leben?

00:23:30: Na gut.

00:23:31: Werde ich Soldat!

00:23:32: Da hat man so ein gesichertes Einkommen und auch ein warmes Bettchen am Abend.

00:23:36: Es haben viele dann diesen Weg gewählt, dass sie gesagt haben, ich werde Soldat.

00:23:40: Und zwar hatte als Agebuse ... angefangen hat.

00:23:44: Die Akgebuse war ein, ich habe mal recherchiert... Ich kenne mich nicht so gut mit Waffen aus!

00:23:47: Es war eine einfache leichte Handwaffe, so ne Feuerwaffe die einen Reiter gut benutzen konnte weil sie halt so leicht war.

00:23:55: Das war also die Entwicklung dieser Feuerwaffen.

00:23:57: später kam dann noch die Pistole erst und er hat sozusagen da beritten mit diesem dieser Handwaffel da handiert.

00:24:06: Und dann kam es zu einer ganz ganz wichtigen Schlacht Und das ist, glaube ich ein ganz wichtiger, auch sehr prägsamer Moment ins erwandtes Geschichte oder Leben gewesen.

00:24:18: Und zwar die Schlacht von

00:24:21: Lepanto.

00:24:23: Ja!

00:24:24: Die war fünftes Null einund siebzig.

00:24:27: Diese Schlacht Von Lepando – da gab es zwei Parteien, die sich dagegen übergetreten sind.

00:24:31: Das war einmal die Heilige Liga.

00:24:35: Ja?

00:24:35: Die heilige Liger hat Papst Pius ins Leben gerufen gegen das Osmanische Reich.

00:24:42: Das Osmanische Reich hatte ja, in der Zeit immer wieder zu Auseinandersetzungen gab.

00:24:56: Die Osmaren hatten, gaben gegen immer wieder Richtung europäischen Kontinent vor.

00:25:01: Sie haben Teil des Mittelmeers beherrscht die afrikanische Küstenlinie.

00:25:04: Wie

00:25:04: kamen sogar bis zu Wien?

00:25:07: Es gab immer wieder Raubzüge und auch Verstlarwungen.

00:25:11: Da war man nicht zimperlich miteinander.

00:25:12: Das

00:25:15: war wirklich

00:25:16: unumlaublich brutal!

00:25:17: Ich habe gelesen da gab es einen Kommandierenden ... Es war so eine Schlacht um Zypern also auch im Mittelmeer.

00:25:23: Da gab es einen Oberkommandierten, dem wurde von den Osman die Nase und die Ohren abgeschnitten.

00:25:31: Der wurde gehäutet bei der ländigen Leib mit Haut ausgestopft – mit Stroh!

00:25:37: Und dann als Siegesbeute nach Konstantinobel gebracht.

00:25:41: Ja, Auffallung war auch das was die Osmanen sehr gerne betrieben.

00:25:47: Aber vom

00:25:47: beiden Seiten?

00:25:48: Genau.

00:25:48: Es waren jetzt nicht nur die Osmanien... Also Kriegsführungen

00:25:51: war damals wirklich ... Brutal, das muss man sich auch so vorstellen.

00:25:57: Das was die Ostmann hatten, was die anderen europäische Mächte nicht so gut vielleicht beherrschten war eben eine sehr gut organisierte Militärmacht.

00:26:11: Militäre

00:26:12: und Flotte vor allem natürlich.

00:26:14: Die waren auch sehr gute Segler Und es gab auch, ich meine in der Literatur wird das immer so wenig erwähnt.

00:26:24: Wir kennen viele europäische Piraten aber die Osmanen hatten auch sehr gute Piraten, wirklich mittelmehr besonders levant also dieser östliche Teil von Mittelmeer unter ihre Herrschaft hielten.

00:26:46: Man hatte halt Angst vor diesem weiteren Vormarsch, und da hat wie gesagt Papst Pius der Fünft diese heilige Liga ins Leben.

00:26:53: Ein altes Militärbündnis muss man sich vorstellen war das.

00:26:55: er hat das wie gesagt ins Leben gerufen.

00:26:57: wir waren dem Militärebündnister von Spanien, Venezianer, päpstliche Truppen, Truppen aus Florenz, der Johannita Ritterwander auch dabei.

00:27:05: also das war eine bunte Mischung die sich halt gegen diese Vormacht zu wehrsetzen wollten.

00:27:11: Und der Oberbefehlshaber war auch eine sehr interessante historische Figur, nämlich Don Juan de Austria.

00:27:20: Hast du von ihm schon mal gehört?

00:27:23: Gehört vielleicht, aber jetzt erzählst du mir was eigentlich wer war.

00:27:28: Genau also wir haben ja Spanien wie gesagt war damals geführt von Philipp II.

00:27:32: das war der König an der Macht sein Vater war mit grummen Beinen und seinen Vater war Karl V. Und Karl V hatte eine Affäre mit einer Regensburger Handwerks-Tochter Barbara Blumenberg.

00:27:46: Auch sehr spannend, würde ich gerne ausführen.

00:27:48: Sehr interessant die ganze Geschichte um diese Affäre auch drumherum und sie hatte einen Sohn diesen Don Juan de Austria der auch so ein bisschen in Konkurrenz zu natürlich Philipp II.

00:27:59: stand und da gab es immer wieder ein bisschen Konflikte.

00:28:01: aber trotzdem wurde don Juan de Austria damit beauftragt diese Truppe sozusagen gegen die Osmanen anzuführen.

00:28:09: das hat er auch gemacht und er hatte einem ganz besonderen Trick weil man muss sagen die Osman waren weit überlegen Ja, die Flotte war viel größer und es sah eigentlich so aus, ob sie das gar nicht gewinnen können.

00:28:21: Und man hat sich in der Meerenghe von Lepante getroffen – Lepanto-getroffen!

00:28:25: Das war bei Griechenland.

00:28:28: Und was er Juan gemacht hat?

00:28:30: Er hatte seinen Sklaven.

00:28:32: Weil ihr müsst euch vorstellen, das waren so große Galerien.

00:28:35: Also riesengroße Schiffe.

00:28:36: Wie wurden die angetrieben?

00:28:37: von Rudaran?

00:28:38: Das haben Leute nicht freiwillig gemacht, sondern es waren auch Slavin gefangene, genau die da festgekettet waren an dieser Rudabank.

00:28:49: Die wurden halt mit Peitschen heben angetrieben.

00:28:52: Es gehörte natürlich viel Krankheit als waren unglaublich schlechte Lebensbedingungen, die Menschen hatten, die da gefangen waren.

00:29:00: Wenn man krank war wurde man einfach über Bord gefahren geworfen und es war's dann auch.

00:29:03: Also viele haben diesen Ort nicht mehr lebend verlassen, was er aber gemacht hat?

00:29:07: Ruhang hat gesagt wenn ihr für uns kämpft ich verspreche euch die Freiheit so und das weckt natürlich den Kampfes Geist in einem Menschen wenn er die Möglichkeit hat dann frei zu kommen.

00:29:19: Und so war es dann auch, die Schlacht ging ungefähr zwei Stunden sogar nur.

00:29:22: Man muss sich vorstellen das gab mehrere Kilometer lang standen sich die Schiffe gegenüber und dann ist man da sozusagen gegeneinander vorgegangen und ist dann auf den anderen Schiff raus hat miteinander gekämpft.

00:29:33: Unser Wandes war ganz doll dabei an vorderster Front in dieser Schlacht Und es wurde auch besonders vervorgehoben, was für ein Mut Savantes hatte.

00:29:44: Er war wohl krank, wahrscheinlich um Fieber vielleicht Malaria wer weiß.

00:29:48: und man hat ihm auch gesagt ne du bleib mal im Schiff oder kämpfe nicht.

00:29:52: und er sagt nein wenn ich schon hier bin dann möchte ich auch kämpfen und hat dann wohl heldenhaft gekämpft sagt man.

00:29:57: Hat aber auch einige Blessuren davon getragen die ihn auch ein Leben lang begleitet haben.

00:30:04: Er hat drei Schusswunden erfahren, zwei in die Brust und eine in die linke Hand, die dann auch gelebt war als er konnte seine linke hand sein lebenlang nicht mehr benutzen und daher erhielt er den Beinamen El Manco de Lepanto also der Einhändige von Lepantum.

00:30:23: und er war auch sehr sehr stolz auf seine Narben oder seine bleibenden Verletzungen.

00:30:29: Er hatte schon, als er das Teil dessen war dieses großartige Schlacht die dann auch noch gewonnen wurde was keiner gedacht hatte.

00:30:38: Das war etwas wo Savantes damit sehr stolz in seinem Leben mit diesem Erfahrung umherging und er war da noch ein bisschen aktiv in der Marine.

00:30:50: Dann wollte er aber langsam jetzt zurück nach Spanien Und hatte im Koffer auch ein Empfehlungsschreiben von Juan de Austria, dass er hellendhaft gekämpft hat und das er dann die Möglichkeit hat irgendwie noch einen guten Job zu finden in Spanien.

00:31:05: Erst mit seinem Bruder zusammen, Rodrígue, siehst ihr genau war ja auf diesem Schiff auf der Heimreise und wollte jetzt wie gesagt neues Leben beginnen.

00:31:16: aber und dann passierte das einen zweiten großen Moment oder wichtigen Moment in seinem Leben.

00:31:21: Das passiert, was vielen anderen schon vorher geschehen ist.

00:31:26: Er wurde nämlich als Slave nach Alger verschleppt und zwar weil sein Schiff von agerischen Kosaren angegriffen wurde.

00:31:35: Es gab einen Kampf viele sind gestorben er hat versucht sich zu verteidigen Und er wurde aber dann als Slave nach Alger mitgenommen.

00:31:46: Schade!

00:31:46: Er wollte ja wie gesagt ein neues Leben aufbauen War gerade mal achtundzwanzig Jahre.

00:31:52: Und es war damals so, das hat mir schon gesagt ... Es gab ganz oft, dass man gegenseitig verschleppt hat, dass es Verslavungen gab, Raubzüge und in Algier lebten damals ungefähr... ...fünfundzwanzichtausend christliche Gefangene.

00:32:04: Und Gefangne, wenn die dann ankamen wurden, in zwei Kategorien geteilt.

00:32:08: Einmal die wo man dachte naja hm, den können wir nur als Arbeitskraft einsetzen der ist arm für den können kein gutes Lösegeld bekommen.

00:32:16: Den Der kam entweder gleich auf so eine Galerie als Sklave oder wurde nach Konstantinobel verschleppt und kam auch nie wieder zurück.

00:32:22: Und dann gab es die, wo man sich erhofft hat, auch daraus Profitschlagen zu können, dass man sie als Sklave nimmt – und zwar, das man dann Geld erpressen konnte!

00:32:31: Dazu gehörte auch Savantes und sein Bruder, weil er hatte ja dieses Empfehlungsschreiben….

00:32:37: Und da dachte man, oh okay hier ist so von früher in der Austria, das ist ein Empfehlungsschreiben.

00:32:41: Auch den lassen wir mal auf jeden Fall hier, den behandeln war auch mal ganz gut weil er kann uns noch nützlich sein.

00:32:46: und man muss sich auch nicht vorstellen dass Savantes und sein Bruder da die ganze Zeit in einem Kerker gesessen haben.

00:32:50: nein sie konnten sich auch relativ frei bewegen dort.

00:32:52: ja die hatten irgendwie eine Kette als Zeichen dass sie verslafft waren, dass sie gefangene waren und sonst war klar ok der steht sozusagen zum Freikauf und da wartet man nur auf die Lösesumme.

00:33:03: Und es wird auch von Savantes gesagt, dass er sehr mutig in der Zeit war.

00:33:09: Dass er mehrere Fluchtversuche geplant hat und als man das dann immer entdeckt hat, hat er sich auch mal schuldiger bekannt.

00:33:16: Ich habe alle anderen angestiftet aber ihm ist komischerweise nie was passiert wahrscheinlich weil man immer hoffte ach durch den kriegen wir noch so ein bisschen Geld.

00:33:24: Und als dann Geld auch von seiner Familie, die haben das natürlich erfahren.

00:33:27: Dass sie, dass die beiden Brüder da entführt waren hat man dann auch Lösegeld aufgetrieben aber es war zu wenig um beide zu befreien.

00:33:34: und dann hat Miguel auch gesagt kommt mein Bruder der soll als erstes nach Hause fahren und ich komme dann später noch dazu.

00:33:41: Und dann irgendwann haben's aber auch seine Familie geschafft, ihnen dann auch das entsprechende Lösegeld.

00:33:47: mit dem Hilfe des Trinitarierordens zusammen haben sie das Lösegelt aufgetrieben und er konnte nach fünf Jahren endlich wieder nach Hause kommen.

00:33:57: Das waren sozusagen zwei, also einmal diese große Schlacht und dann auch die Gefangennahme, die ihm sehr in Leben geprägt haben und gezeigt haben was für ein abenteuerreiches Leben er hatte.

00:34:07: Wir haben gesagt ... In der ersten Teil von Don Quixote hat er... ...Sechtenhundertfünf veröffentlicht.

00:34:18: Und wann hat er angefangen, den Roman zu schreiben?

00:34:25: Er kam fünfzehnundachtzig zurück und hat sich dann also nach Spanien zurück... Und hat dann angefangen, sich ein bisschen der Schriftstellerei zu widmen.

00:34:34: Also erst mal so mit Theaterstücken und auch einen Roman.

00:34:37: Dann war er noch als Staatsdiener tätig, ein wenig ... Weil das alles nicht so gut dient?

00:34:43: Er musste Steuern eintreiben und hat da aber auf den Falschen gesetzt.

00:34:47: Auf jeden Fall ist Geld verloren gegangen und kam ins Gefängnis.

00:34:51: Man sagt es nicht gesichert, man sagt, dass ihm die Idee kamen Und dass er schon erst angefangen hat zu schreiben, als der im Gefängnis war.

00:34:59: Das war so ... ... approximately

00:35:03: ...

00:35:03: ... das ist ja der Fünfziner-Schwung.

00:35:04: Der hatte angefangen die Idee von Don Quixote zu entwickeln und auch schon angefangen zu schreiben während dieses Gefängnesaufenthaltes.

00:35:19: Ja!

00:35:22: Und dann, in der Ausgabe, die ich habe, hat gut siebenhundert Seiten.

00:35:38: Mit noch Anmerkungen, wenn man die auch noch intensiv durchlesen will, ist man bei neunhundert.

00:35:43: Seiten.

00:35:44: Ja, für die Zeit eigentlich

00:35:46: normal und der zweite Teil genauso.

00:35:48: ja.

00:35:49: also das hat er da geschrieben und sixteenhundertfünf wurde das dann auch veröffentlicht.

00:35:55: nach dem erste Teil nachdem man aber man musste ja damals konnte nicht einfach irgendwas veröffentlichen was gab die sogenannten Sensoren als es wurde ganz genau geschaut was was veröffentlichst du da Und da musste man dann sozusagen eine Genehmigung bekommen.

00:36:09: Die hat dann für zehn Jahre gehalten, dass man dieses Buch veröffentlichen kann und das hat Savantes auch geschafft.

00:36:14: er hat diese Genehmigungen gekommen und konnte dann auch veröffentlichte.

00:36:18: genau und damals war es noch so wenn man ein buch gekauft hat War das so?

00:36:23: Dass man dann selber das beim also man bekam lose seiten musste das dann erstmal selber binden lassen als käufer und Dann konnte man dieses buch dann mitnehmen Und es war tatsächlich auch ein voller Erfolg.

00:36:35: Ich glaube, jetzt können wir auch so langsam mal ...

00:36:38: Von Anfang an?

00:36:40: Ja!

00:36:41: Auf jeden Fall die Leser als ob man nur darauf gewartet hatte und das wurde auch sehr schnell schon in anderen Ländern übersetzt.

00:36:47: Ja, das stimmt.

00:36:50: Es gab schon nach einer kurzen Zeit zehn Auflagen

00:36:52: von diesem

00:36:53: Buch.

00:36:53: Und was ist die Geschichte?

00:36:55: So ganz kurz?

00:36:56: Die

00:36:57: Geschichte ist... Wir haben einen durch die Vielzahl an Ritterbüchern, die ein Adliger ... Ein armer Adlager gelesen hat.

00:37:10: Ist er verrückt?

00:37:12: Wahnsinnig

00:37:12: geworden!

00:37:13: Genau also wir haben einen Mann, einen Adligen mit dem Namen Alanzo Crichano Und Alain Socrichano war vielleicht ein bisschen langweilig.

00:37:27: Er war auch einen sogenannten Hidalgo,

00:37:31: ein Caballero

00:37:34: und er hat

00:37:36: zu

00:37:36: viel Ritterumane gelesen und wurde darüber verrückt.

00:37:44: Genau!

00:37:44: Das ist eigentlich kurz zusammengefasst.

00:37:47: und er begibt sich dann auf die Reise Weil er sucht Abenteuer und er will Unrecht vertreiben, unterdrückte verteidigen.

00:37:57: Und er will Jungfrauen retten!

00:37:58: Also das was so Ritter machen?

00:38:01: Das hat er sich vorgenommen doch jetzt zu tun.

00:38:05: Aber nicht alleine sondern mit einem Knappen.

00:38:08: Das war ein Bauer aus seinem Dorf, nämlich Sancho Panzer.

00:38:12: Die beiden begeben sich auf ihre abenteuerliche Reise.

00:38:17: Das ist der Ausgangspunkt würde ich sagen

00:38:19: Genau.

00:38:20: Und eigentlich die gehen von einem Abenteuer

00:38:24: ins nächste und ein davon ist diese berühmte Windmühlsache.

00:38:29: Genau,

00:38:29: und wie man auch heute sagen wir also willst du wirklich mit den windmühlen kämpfen?

00:38:35: Ein Kampf gegen windmüllen.

00:38:36: was heißt das es sozusagen einen Kampf die man gar nicht gewinnen kann.

00:38:41: und so ist es auch.

00:38:42: er hat dieser abenteuer.

00:38:43: er kämpft gegen wind Mühlen der für Riesen hält.

00:38:46: Er geht dann in eine einfache Herberge, die hält er für einen Burg oder ein Schloss.

00:38:51: Lässt sich da von dem Wirt zum Ritter schlagen.

00:38:55: Er imaginiert eine riesengroße Schlacht aber das sind nur Hammerherden, die irgendwie durch diese Provinz rennen.

00:39:04: Oder er nimmt ein Barbier sein Rasierbecken ab, weil er das für den Helm des Mambrien hält.

00:39:10: Mambrin war so'n maurischer König und es war so ein vergoldeter Helm der irgendwie Unverwundbarkeit dem Träger geben konnte und das hat er ihm dann auch abgenommen.

00:39:20: Und ist interessant dass diese ganzen Episoden enden damit?

00:39:23: Dass die beiden kräftig verprügelt werden

00:39:26: Genau Ja.

00:39:29: und trotzdem eben.

00:39:31: man liest das als ob dass ein der spannendsten Romanen der Welt ist.

00:39:36: Auf

00:39:36: jeden Fall!

00:39:37: Man liest das gerne, man wird total und komplett hineingesaugt in den Romanen und man lacht auch so sichtig drähnen.

00:39:51: Lacht man eben... Und man kann aber auch die Schmerz spüren und auch sehr traurig werden Weil man erkennt manche Situationen, die eigentlich auch jeder von uns in der modernen Zeit erlebt und erlebt hat.

00:40:16: Und wie du schon sagst es ist halt... extrem interessant zu lesen.

00:40:20: Es ist sehr kurzweilig und ich finde, es gibt immer so zwei Arten von Klassikern.

00:40:25: Es gibt so Klassiker die sind auch einfach schwer zu lesenen aber das weiß man.

00:40:27: okay, sie sind Klassika!

00:40:28: Das sollte ich jetzt mal lesen, es gehört irgendwie zu meiner literarischen Bildung dazu.

00:40:32: Ich denke zum Beispiel am Faust II oder selbst James Joyce ja Lüsse und alles.

00:40:37: also es gibt schon so Sachen wo ich halt hartzulesen, aber gehört um wiederzu

00:40:42: Quält

00:40:42: man sich vielleicht auch manchmal am Kämpfen durch.

00:40:44: Man kämpft sich durch, man weiß um die Bedeutung und sagt okay das muss ich jetzt irgendwie mal für meine gute Bildung gelesen haben.

00:40:50: Und manche sind noch schlau und sagen einfach nee muss ich nicht machen ist es vielleicht manchmal doch der bessere Weg.

00:40:53: und dann gibt's aber wirklich Klassiker.

00:40:55: die liest Papi zu einem Vergnügen und kann gar nicht glauben dass das ein Roman ist der Ende des sechzehnten Anfang des siebzehn Jahrhunderts geschrieben wurde.

00:41:04: und genau so ein Roman isst das vor allem der erste Teil.

00:41:08: Und von Seite zu Seite staunt man.

00:41:12: Du hast gesagt, Big Five und diese Big Five sind eigentlich immer noch heute eine spannende Lektüre.

00:41:24: Da kämpft man sich nicht durch, das ist genauso wie wenn man Shakespeare liest.

00:41:30: Also Shakespeare ist auch jeder Augenblick unseres Lebens kann man mit Shakespeare sversen wiedergeben beziehungsweise und so ähnlich ist es auch bei Cervantes wobei natürlich Dunke-Hotte ist keine tragische Figur einerseits Und je nachdem, was für eine Perspektive man in dem Roman einnimmt.

00:41:59: Ob man ihn aus Blickwinkel eines normalen Bauer in dieser Zeit sieht?

00:42:11: Ein wahnsinnig gewordener arme Adelige, der dadurch die Gegend läuft mit seinem dämlichen Knappen und sich auch große Schlachten ausdenkt.

00:42:28: Und seine Dulcinäer überall liebt.

00:42:31: Genau, der Dulcinär

00:42:35: ist seine Frau, die geliebte Dame aus dem Mittelalter eigentlich.

00:42:44: Wir kennen das aus der mittelalterischen Literatur.

00:42:47: Die er aber noch nie wirklich gesehen hat?

00:42:49: Genau, die hatte er nicht gesehen.

00:42:51: Die braucht auch er nicht zu sehen.

00:42:54: Also das ist wie bei Dante und Beatrice einmal gesehen oder nicht gesehen nur ausgedacht.

00:43:02: Und der hat sich so eine Dame ausgedachten.

00:43:07: Das ist wirklich vor allem diese spannende Lektüre.

00:43:12: Natürlich wenn man in der Lage ist den Roman original zu lesen, ist das doppelt so... ... spannend und schön, und eigentlich wichtig.

00:43:24: Aber wir lesen das in einer, doch hast du gesagt die neue Übersetzung ist sehr gut?

00:43:29: Genau!

00:43:30: Das von zwei Tausend Acht ist sie also von Susanne Lange.

00:43:35: Sie hat den Don Quixote neu übersetzt und es ist wirklich ganz toll.

00:43:38: Also auch was man da gerade in Anmerkungen nochmal um die Sache wirklich... Auch die einzelnen Sachen besser zu verstehen, eine ganz großartige Ausgabe, die ich nur jedem empfehlen kann.

00:43:47: Genau und das sieht man, wie wichtig eigentlich die Arbeit der Übersetzer ist.

00:43:52: Wir sind wie ein Eigen dazu besonders jetzt in der Zeitalter der KI, künstliche Intelligenz.

00:44:00: Man kann alles übersetzen und so was.

00:44:02: Man denkt auch, dass es der Beruf den eigentlich man vergessen kann.

00:44:06: Außerdem ist es ein sehr anstrengender und sehr langwieriger Arbeit.

00:44:16: Aber man sieht, wenn so ein Kapitaleswerk übersetzt wird.

00:44:22: Was wir wissen können und auch selbst Begabung für so eine Übersetzung braucht.

00:44:30: Ich immer gut abschappo.

00:44:32: Ja wirklich ganz toll!

00:44:36: Wir haben schon bei Don Quixote noch nicht viel über Sancho gesagt.

00:44:41: Ich finde das Interessante bei den beiden ist ja auch, weil wie sagt ein Bauer?

00:44:46: Der eigentlich, den man eher sagt, er hat einen eher gesunderen Menschenverstand.

00:44:49: Also eher bodenständiger als sein Herr.

00:44:53: Trotzdem auch mal schon ein bisschen naiv, kleindicklich und ängstlich.

00:44:57: Den Mut, den seinen Herr beweist, da steht ihm im eiligen Nahe immer auf seinem Ese, seinen Grauordiner wirklich sehr mag.

00:45:05: Wo du auch Angst um ihn habt, wenn man will, dass sich gut um ihn gekümmert wird.

00:45:09: Und das Besondere an den beiden ist ... Er lässt auch seinen Herrn wirklich nie im Stich.

00:45:14: Egal, was der Verrücktes vorhat, Sancho Panza ist immer an seiner Seite und ich musste als ich die beiden so gelesen habe oder als ich deren Weg gelesen hab gemeinsam, musste ich so denken an diese typischen Paare, die es so gibt in der Literatur- oder in der Kulturgeschichte wie Watson & Sherlock Holmes Faust & Mephisto, Mickey & Goofy sogar, Batman & Robin... Aber auch Pat

00:45:35: & Patashon!

00:45:37: Das fand ich, das ist der Ursprung dessen ein bisschen.

00:45:43: Also

00:45:43: wirklich diese zwei Kontraste, die sich aber immer mehr annähern auch.

00:45:52: Das ist ja interessant an diesem Roman, die entwickeln sich ja auch beide trotzdem, die Figuren.

00:45:57: Und das ist das Besondere an diesen Roman und deswegen sagen wir auch dass mit Cervantes eigentlich moderner Romane etabliert wird.

00:46:09: Woran wurde das festgemacht?

00:46:12: Was macht es zu diesem modernen Roman?

00:46:15: Ja, das ist also... Erstens.

00:46:19: Don Quixote ist eigentlich eine Parodie und es ist schon genial und interessant dass der erste moderne Roman zugleich auch Parodie des Ritter-Romans ist.

00:46:36: Und ich glaube, das is immer so in der Geschichte der Literatur eine neue Phase, eine neue Form, ein neuer Zeitalter mit der mehr oder weniger Vernichtung bzw.

00:46:53: Parodierung der vorherigen Zeit beginnen muss.

00:46:58: Also war er der Henker des Ritter Romans?

00:47:01: Ja könnte man sagen und Ritter Roman hat wirklich sehr lange gedauert also die Die ganze Zeit von Mittelalter ist ausgefühlt von Rita Roman.

00:47:18: Und die Form kennen wir, du hast sie auch schon beschrieben.

00:47:24: Wir haben ein Ritter der eigentlich in die Welt geht und das Böse bekämpfen will ob diese böse irgendwie wie eine Drache ist oder Also, Böse hat unterschiedliche Gestalten.

00:47:41: Das ist so ähnlich wie heute eben ja Lord of the Rings.

00:47:46: und diese ganze neue Fantasy-Form beginnt eigentlich auf Ideen von Rita Romano, König Attus und Rita des Runden Tafels und Merlin.

00:48:05: Da ist auch sehr viel Magie im Spiel.

00:48:09: Und natürlich immer wieder eine Dame, eine Frau, die eigentlich Abbild der Jungfrau Maria ist, so eine Käusche, sehr schöne Dame angeblich, die ihn durch diese ganze Kämpfe leitet.

00:48:30: und ihr Antlitz ... Ihre Vision in Ritters Kopf oder in seinen Träumen, sie ist Retterin und Leiterin.

00:48:46: Also die kennen wir!

00:48:49: Und dann gibt es auch im Mittelalter so genannte Pichreske Romane, Schelmenromane, die wir ja auch kennen aus der deutschen Literatur Til Eulenspiegel.

00:49:01: Und diese Novella Pikaresca ist auch etwas versient.

00:49:07: Das ist schon so eine negative oder nicht negative, sondern schon ein Kontrast zu Ritter Roman.

00:49:17: und jetzt würde Bach den sagen das ist eigentlich etwas so wie man die niedrige Literatur nennen würde.

00:49:26: Literatur, die eigentlich in Volksmund entsteht nicht auf dem Hof, nicht dieser große Offizielle sondern eh auf der Straße und in kleinen Boudoiren des normalen Lebens.

00:49:42: Und natürlich auch diese Schäferromane.

00:49:45: Die Schäverromane kennen wir eigentlich oder das ist die Idylle Und die gab es auch noch in der antiken Griechenland.

00:49:58: Das kennen wir, das ist diese Naturpoesie, Poesie der absoluten Edüle.

00:50:07: Da sind immer so Arkadien, so Welten, die es in der Realität nicht gibt.

00:50:14: Und dann eben leben in der Natur mit Tieren ein Leben, das man sich vielleicht wünscht oder er träumt wird.

00:50:25: Aber wo es keine Reiche und Arme gibt sondern Menschenleben mit der Natur zusammenschäfern.

00:50:39: Die Geschichte dieser Romane ist immer irgendeine Irgendeine Liebe, das ist ein Midsummer-Nightdream bei Shakespeare.

00:50:49: Das sind diese Geschichten die man sich sehr gerne damals und immer noch heute eigentlich.

00:50:56: alle dieser Romane waren gern gelesen und waren sehr populär.

00:51:04: Und jetzt kommt eben Cervantes so Salopp gesagt und schreibt einen Roman der eigentlich alle diese Formen parodiert.

00:51:14: Und er haut das alles zusammen?

00:51:17: Ja, mehr oder weniger.

00:51:19: aber zugleich eben mit dieser Parodie entsteht eigentlich ein Roman den wir ruhig es ist ein moderner Roman.

00:51:32: warum?

00:51:34: weil es keine einzelne Wahrheit gibt in Ritter-Roman.

00:51:42: Wahrheit bekundet eben der Ritter und er ist Inhaber der Wahrheit.

00:51:48: Das heißt, er sagt dir was gut und böse ist.

00:51:53: Er sagt dir, was ein gut geführtes Leben ist.

00:52:01: Und bei Servantes eigentlich sofort hast du eigentlich mehrere Stimmen Perspektiven von unterschiedlichen Figuren.

00:52:15: Einmal hast du natürlich Don Quixote und seine wahnsinnige, wahnsinniger Blick auf die Welt dann hast du Sancho Pansa und sein Blick auf Die Welt und dann hast Du die zahlreiche Nebenfiguren

00:52:29: gerade im ersten Teil genau

00:52:31: die sich eben zu Wort melden.

00:52:33: und das heißt Es gibt nicht mehr eine Wahrheit, sondern es gibt polyphone Stimmen.

00:52:39: Und deswegen nennen wir das auch immer noch heute einen polyphonen Roman, einen mehrstimmigen Roman eigentlich wo der Leser selbst eben in dieser Gewüssel von unterschiedlichen Lebenskonzepten und Ideen und Meinungen hineintritt und eigentlich sich selbst eben ein Bild macht oder ausmacht.

00:53:11: Und deswegen sagen wir nicht nur, dass das ein Polyphonaroman ist sondern es ist ein Dialog-Roman, also ein dialogischer Roman.

00:53:23: Warum?

00:53:24: Weil dieser Text ist eigentlich im Dialog mit Leser.

00:53:31: Es ist nicht ein Roman im Form eines Bibel, also einer Bibel.

00:53:39: Ich sage dir jetzt was eigentlich du zu denken hast, sondern tritt in Dialog mit dir und das ist sehr spannend als Form und es ist spannend was diese Form mit sich mitbringt.

00:53:55: Das lässt ja dann auch viele Bedeutungen zu oder viele Interpretationen dann auch zu?

00:53:59: Ja!

00:54:01: sehr vielen Fahien.

00:54:02: Die verschiedenen Perspektiven

00:54:04: auch, ja.

00:54:04: Öffnet

00:54:05: Text an allen Seiten und das ist etwas was also?

00:54:12: außerdem weißt du zum ersten Mal die Hauptfiguren in einem Roman entwickeln sich.

00:54:21: Ja genau

00:54:22: Also selbst Don Quixote obwohl wahnsinnig.

00:54:25: er entwickelt sich Er verändert sich, er kommt in Widerspruch mit sich selbst und merkt

00:54:33: das.

00:54:35: Genau im ersten Teil ist ja noch alles was nicht so in seinem Bild passt oder alles was ihm eigentlich seine Verrücktheit offenbart.

00:54:42: erklärt er damit Zauberei Ja.

00:54:44: Das ist alles Verzauberung, deswegen passiert das jetzt.

00:54:47: oder ob es die Weinschläuche sind ... Die er dann abschlägt und das hat dann imaginiert und er kämpft.

00:54:54: Es ist alles Blut was um mich herum ist.

00:54:56: also er versucht auch wenn man ihm erklärt nie du so und so ist dass das hier die Realität und das andere ist nur in deinem Kopf.

00:55:03: Er erklärt sich das immer mit irgendwelchen genau Zaubereien

00:55:07: ja aber am Ende

00:55:09: nicht mehr

00:55:10: nicht mehr.

00:55:10: das heißt sieht immer mehr und mehr, was sein Blick auf die Welt ist und was die Realität ist.

00:55:25: Und diese letzte Szene, wo unser Hidalgo stirbt oder unser Ritter stirbt... Genau!

00:55:34: Ist eigentlich sehr traurig und wirklich sehr ernst und sehr ehrlich von Servanteseiter geschrieben.

00:55:43: Eigentlich, unser Don Quixote muss feststellen das die Realität ganz anders ist als seine gewünschte Ritterwelt und dass Dulcinea keine Dame ist und das ist etwas was wirklich eigenartig ist.

00:56:04: außerdem ich meine Diese Konfrontation zwischen Realismus und Vorstellung, also Alltag.

00:56:16: Und das was Don Quixote in seinem Kopf pflegt.

00:56:23: Also Gashäuser statt Zauberschlüssel.

00:56:27: Das bringt eben... Servantes oder Bauern und Wörter, Stadtritter und eine Feinde.

00:56:37: Oder materielle Armut.

00:56:39: Körperlichkeit ganz wichtig!

00:56:43: Körperlichkeit ist eigentlich das was Servantes bringt.

00:56:47: also beide Helden des Romans sind sehr körperlich Vor allem eben San Jopanz.

00:56:56: Also die sind körperlich und dann auch Gewalt, wie du sagtest, eben die werden immer zum Schluss verprügelt.

00:57:05: Ja das ist diese... Und da gibt es noch eine Sache für mich

00:57:11: zu sagen.

00:57:11: Natürlich!

00:57:12: Warum dieser Roman eben so... warum sagen wir mit Don Quixote beginnt moderner Roman?

00:57:24: Das ist Metafektion und Selbstreflektion.

00:57:33: Weil Servant systematisiert zum Beispiel Autorenschaft, allein dadurch dass er sagt also das ist nicht mein Werk sondern Dieser Schrift habe ich gefunden.

00:57:48: Genau, es gibt so einen Erzähler.

00:57:49: Es ist kein Albesenerzieher.

00:57:51: Es gibt den sogenannten Sida-Hamet Benengreli.

00:57:55: Also ein maurischer Schriftsteller und das sei jetzt auch nur die Übersetzung

00:58:00: des Ganzen?

00:58:01: Genau, da bringen das auch Übersetzungen noch dazu.

00:58:06: Das stellt immer die Authentizität der Quelle in Frage.

00:58:10: Und Textüberlieferung... auch das thematisiert er eigentlich alles.

00:58:16: Und Einfluss von Literatur auf das Leben, das dematisiert ja auch.

00:58:23: Das heißt also, er reflektiert eigentlich Wirkung des Lebens auf Roman und umgekehrt.

00:58:36: Ja, das ist diese Meta-Ebene die auf einmal eben ganz sichtbar wird.

00:58:43: Das ist interessant, das muss ich auch noch.

00:58:47: Der Name der Rose von Umbert D'Eco beginnt auch so.

00:58:52: Schriften von Saragossa und Jan Podocki beginnen auch so, also dieser Topos oder Anfang eines Romans mit Mit der Erklärung, das habe ich nicht geschrieben.

00:59:10: Sondern diese Schrift habe ich gefunden oder es wurde mir übergeben.

00:59:17: Also das ist etwas was sehr, als Motiv auch bis heute aufwindebar ist

00:59:28: Und es ist ja vor allem im zweiten Teil bei Ihnen.

00:59:30: Kommt das noch mehr, zur Sprache wird das noch gezeigert?

00:59:33: Es war ja so ... Der erste Teil endet damit, dass Don Quixote und Sancho Panzer dann nach Hause fahren sehr zu Beruhigung des Fahrers der Stadt und der Barbier der Stadt.

00:59:43: Die haben sich alle mal ein bisschen gekümmert um Sorgen gemacht und haben versucht ihnen immer dazu hinzubringen doch wieder zurückzukommen.

00:59:49: Das haben sie auch geschafft gemeinsam mit anderen Gefährten die Sie da auf ihre Reise getroffen haben.

00:59:57: glücklich, dass er wieder da ist.

00:59:59: Und im zweiten Teil brechen sie ja erneut auf eine Reise auf.

01:00:03: und es ist aber ganz interessant weil es war bei zehn jahrelang zwischen der Veröffentlichung des zweiten Teils.

01:00:08: und inzwischen hat sich ein weiterer Autor doch dessen bemächtigt und hat einfach einen zweiten Teil geschrieben.

01:00:18: Das war Avalen-Laneda, hieß der Herr.

01:00:21: War aber wohl auch nur pseudonym.

01:00:23: Man munkelt so ein bisschen wer das wirklich war, wer das geschrieben hat.

01:00:27: Man sagt dass er Wand ist es wohl wusste Aber den Namen nicht nennen wollte weil er ihm gar nicht diese Berühmtheit geben wollte.

01:00:33: So auch sehr schlau und tatsächlich und da fand ich so interessant im zweiten Teil schon ein bisschen trauriger ist, muss ich sagen.

01:00:40: Man, was du schon angedeutet hast und ich hört, merkt so langsam das so sein Warn oder das, was er sich vorstellt doch mit der Realität nicht so übereinkommt und ist dann auch von einer gewissen wie gesagt Traurigkeit getragen.

01:00:52: Und interessant ist dass dieser zweite gefälschte Roman sozusagen die zweite Teil, dass der auch thematisiert wird von Cervantes Und zwar dahingehend, dass Figuren, die in diesem falschen Don Quixote aufgetreten sind jetzt in dem richtigen Auftreten, als er da auftreten lässt und Don Quixaute und Sancho Pansa treffen lässt.

01:01:13: Und der dann feststellt diese Figur, ach so ihr seid die Richtigen?

01:01:16: Ja, wo ich da vorher drin war in dem Werk, das waren ja nicht die Richtige.

01:01:20: Also faszinierend!

01:01:22: Das Spannende ist erst, dass sich selbst Sanchopans und Don sind sich bewusst über ihre Existenz auch als literarische Figur.

01:01:30: Die thematisieren das.

01:01:31: ja, da gab es mal einen Werk über uns und wir sind überall bekannt.

01:01:35: Genau das beschreibt auch den Weg, den sie im zweiten Tag haben, weil Sie sind jetzt bekannt.

01:01:42: Das unterscheidet Sie vom ersten Teil bei Überall wo Sie hinkommen?

01:01:45: Ach du bist so dunke ich hab doch von dir gelesen!

01:01:48: Und Sie treiben auch und das ist dieses Traurige daran...

01:01:51: Aber das ist diese Meta eben.

01:01:53: Das ist dieser Autortrieb Dritt zurück.

01:01:59: Und da entstehen so viele unterschiedliche Stimmen, auf einmal.

01:02:04: und nicht nur das gibt es auch eine ganz klare Gattungssyntese.

01:02:10: Das ist nicht mehr nur eben Parodie eines Ritter-Romans, sondern das ist zugleich ein Essay und auch Teile die wirklich nur als philosophische Traktate zu verstehen sind.

01:02:26: Und dann gibt es auch natürlich Schelmen Romanen und Novelle und auch Theaterdialoge.

01:02:33: Ja ja, das kommt

01:02:35: alles so richtig vor.

01:02:39: Es ist spannend.

01:02:41: Und wie gesagt, was auch genau im zweiten Teil noch, was ich noch sagen wollte ... Also er trifft dann wirklich Menschen, die sie über ihn lustig machen,

01:02:48: z.B.,

01:02:48: ein Herzzugpaar bei dem die beiden eine Zeit lang leben dürfen und die inszenieren.

01:02:53: Dann irgendwelche Rollenspiele fangen dann an da irgendwas ... Weiß ich nicht, Riesen oder Zauberer, die herkommen und Don Quixote spielt mit?

01:03:02: Er weiß aber nicht, dass er diese Rolle spielt!

01:03:03: Das wird alles inszeniert und letztendlich macht sich dieses Herzzug-Paar nur über ihn Lustig.

01:03:08: Ja.

01:03:09: Also, oder dann eine andere Szene ist.

01:03:12: Und zwar hatte ja Don Quichrotz-Sancho Panza einmal versprochen schon im ersten Teil.

01:03:16: Wenn du hier mein treuer Diener bist, dann verspreche ich dir ein Island also eine Insel die du beherrschen kannst oder wo die du regieren kannst.

01:03:24: und genau in zweiten Teil wird das auch aufgenommen was das Herzogpaar macht, die wo sehr reich sind, die sagen okay, Sancho Pansa, du kannst jetzt Gouverneur werden oder Gubernator wie das damals hieß, Gouvernau in dieser Stadtgemeinschaft werden Ja?

01:03:37: Das ist ein schöner Moment.

01:03:40: Don Quixote sorgt sich auch um Sancho Pansa und gibt ihn gute Ratschläge mit, das ist so brillant beschrieben.

01:03:49: Da ist kein Warn mehr auf einmal.

01:03:50: Es ist nicht warnwitzig oder irgendwie nein.

01:03:53: Er kümmert sich, er hat ganz klare Vorstellungsfaschen philosophisch was er schreibt.

01:03:57: Was ist gutes Regieren?

01:03:59: Und gibt dann seinem Knappen diese Empfehlung mit die der sehr gut umsetzt muss

01:04:03: man sagen.

01:04:04: Genau da sieht man auch wie durch diese Versprechungen.

01:04:07: verschiedene Motivationsfelden gibt es da, wie die Figuren sich dann auch psycholog oder psychisch verändern und dann zeigen auch unterschiedliche Seiten ihrer Persönlichkeit.

01:04:25: Und sie kommen eigentlich in unterschiedliche Situationen wo auf einmal ein bis dahin ein bisschen dümmlicher Sancho Panzer Ehrgeiz entwickelt und Ambitionen, auch zum Teil ... auch so Geld geil wird und träumt von also verschiedenen Sachen, die er als ein arme Bauer vielleicht haben kann.

01:04:54: Es ist so fein gestrickt.

01:04:57: Erinnert du dich noch warum er aufhört?

01:04:58: Der ist ja sehr erfolgreich da als Gouverneur.

01:05:01: Erinnerst du dich doch, warum er dann nicht mehr das macht?

01:05:05: Ja, weil er hat festgestellt man kriegt doch sehr wenig zu essen.

01:05:07: Man hat

01:05:08: viel zu tun und das ist ihm doch ... Das Essen ist ihm Trotz einem sehr, sehr wichtig.

01:05:13: Und deswegen geht er dann wieder zurück zu seinem Herrn.

01:05:16: Ja

01:05:17: und das ist auch... es gibt tausend Sachen die man noch eben

01:05:21: über ... Zu viele!

01:05:23: Genau.

01:05:23: also

01:05:25: ich merke dass diese zwei

01:05:27: Weltdeutungen zwischen Don Quixote und Sancho Pansa Sogenannte heteroglossie, also die Sprachenvielfalt.

01:05:40: Wir haben so viele unterschiedliche Sprachen, Rhetorik.

01:05:44: Dann haben wir bäuliche Umgangssprache, dann haben wir juristische, kirchliche, volkstümliche Dialogen... Briefer?

01:05:53: ...dann haben wir literarische Zitate

01:05:57: ganz

01:05:57: viel und auch Briefe.

01:06:01: das

01:06:02: ist Wir haben eigentlich einen Autor, das ist Cervantes ohne Autorität.

01:06:17: Ich erinnere mich auch an Interview von vielen Autoren, die sagen dann haben wir die Figuren geschaffen und das ist bei Italo Calvino so.

01:06:28: Und wir machen gar nichts anderes als ... Wir verfolgen sie und lassen sie interagieren.

01:06:40: Das heißt, ich bin nicht mehr diejenige, die meine Figuren leitet sondern meine Figur leiten mich.

01:06:47: Und man hat den Eindruck bei Cervantes das genau so

01:06:50: ist.".

01:06:51: Und er hat ja wirklich diese zwei Figuren auf die Welt losgelassen, muss man sagen.

01:06:55: Weil der Erfolg den diese Figuren dann hatten, weil sie haben sich auch gelöst von ihrem Auto, muss Man sagen.

01:07:02: Also es wurde, haben wir schon erwähnt ganz großartig aufgenommen in der damaligen Zeit.

01:07:07: Es gab zum Beispiel Philipp, der zweite hat mal gesagt als er einen lachenden Studenten, also einen übertrieben lachend studenten gesehen hat Entweder der ist verrückt oder er liest gerade Don Quixote.

01:07:18: Es war bekannt dafür, dass es ein Roman war, wo viele sehr gut aufgenommen haben und gelacht haben.

01:07:26: Und das wurde wirklich als große Satire wahrgenommen.

01:07:29: Das hat sich aber auch mit der Zeit dann geändert.

01:07:34: Man muss auch sagen ... Wir haben gesagt, es ist eine Parodie!

01:07:41: Aber es ist keine einfache und bloße Parodie.

01:07:44: Das muss man schon eben so betonen, weil Parodie alleine wäre auch monologisch.

01:07:55: Und hier natürlich Cervantes verspottet aber nicht die Ritteron-Mane sondern er dreht das ganze Absurdum Und das ist das, wo jeder sieht.

01:08:11: Das ist eigentlich nicht mehr ... Er versteht eigentlich die Faszination von Don Quixote und lässt ihm wirklich letztendlich seine Würde.

01:08:26: Er erniedrigt ihn nicht komplett sondern er entschuldigt ihn immer durch seinen Wahn Und der sagt, er ist ein Wahnsinniger.

01:08:39: Der hatte auch einen heiligen Schein.

01:08:42: Er hatte die Ideale, die ihn jetzt getrieben haben das was er wirklich wollte.

01:08:46: Das sind ja ganz humanistische Werte für die er eigentlich eingetreten ist

01:08:50: und er bleibt immer sowohl literarisch als auch moralisch immer ernst also Knoten dabei.

01:09:02: Und diese Ambivalenz dieser Figur ist eigentlich, alleine die Ambivalenzen ist dialogisch oder wir nennen das Dialog.

01:09:11: Und so wurde das jetzt von den Romantikern, auch gerade in Deutschland, weniger als Parodie und Satire wahrgenommen der Donkey-Hot.

01:09:18: Sondern da wurde tatsächlich eher ein Fokus gestellt diese Tragödie, die Donkey Hot erfährt.

01:09:24: Da wurde vielmehr diese Melancholie gesehen, die hinter dieser ganzen Geschichte stand.

01:09:30: Das war natürlich ... Ja, es war die ideale Inbegriff der romantischen Erzählkunst auch, was Donkey Hot geschaffen hat.

01:09:37: Tiek hatte den übersetzt, den Donkey Hot.

01:09:40: wenn ich mich recht erinnere.

01:09:42: Also es wurde dieses Material oder der Don Quixote von den Romantikern ja sehr positiv aufgenommen, aber anders interpretiert als zum Beispiel zur Lebzeit von Savantes noch.

01:09:50: Ja

01:09:51: und meine Don Quijote hat etwas Karnevaleskes in sich.

01:09:56: das spürt man sofort.

01:09:58: also da ist diese diese Prinzipien eines Karnevals als Phänomen nicht jetzt als tatsächliches Geschehen.

01:10:09: Und das ist eben Umkehrung von Hierarchien.

01:10:12: Das ist ganz klar, dass Hoch und Niedrig in einem Zusammenspiel sind und dass Servantes entronnt das Erhabene aber auf eine sehr menschliche, wie soll ich sagen respektvolle Art und Weise.

01:10:35: Und deswegen ist das nicht pure Parodie.

01:10:39: Das ist eine Mischung eigentlich aus Ernst und lächerlich.

01:10:44: Er schafft es ja auch bestimmte gesellschaftliche Zustände dazu kritisieren, indem er den Menschen halt Wort in die Mund legt – auch wie dem Don Quixote.

01:10:51: Der sagt halt verrückte Sachen!

01:10:53: Es war ganz spannend, wieso hat der Servant es geschafft an den Zensoren zum Beispiel vorbeizukommen?

01:11:00: Indem er den Sachen in den Mund gelegt hat….

01:11:01: aber es ist unruhig, wenn es ob das ein Verrückter sagt oder jemand... anderes.

01:11:05: Also zum Beispiel diese Vertreibung der Morisken damals, das hat er sehr kritisiert und das legt ja dann auch ein Mund aber andersrum.

01:11:11: Das wird dann überschwänglich ... also mit Enthusiasmus wird das von einem Moriske selbst auch toll dass die Vertreibung ist.

01:11:17: Ja das ist genau richtig!

01:11:19: Und es ist so absurd, dass da eigentlich auch Kritik wiederum zu verstehen ist an dieser ganzen politischen Entscheidung.

01:11:24: Er hatte ganz schlau auch solche Kritik eingewoben.

01:11:28: und haben die nicht gesehen?

01:11:31: Und nicht verstanden?

01:11:32: Nicht verstanden, ja.

01:11:33: Also ein wirklicher... Ja, ein toller interessanter Mensch.

01:11:36: Ich frage mich auch manchmal, wie gut es ist dann immer so spekulativ aber wahrscheinlich auch das was ich eingangs erzählt habe ein bisschen aus seinem Leben, was er so erlebt hat.

01:11:44: Das hat ihn geprägt und vielleicht auch zu dem gebracht, dass er den Donkey-Cross schreiben konnte.

01:11:49: Und einige biografische Teil oder seines Lebens sind ja da auch verflochten.

01:11:52: Ja also wir haben da auch einen ehemaligen Sklaven der dazu wort kommt im ersten teil.

01:11:57: Der berichtet seine Geschichte also ganz viel von seinem Leben ist da auch eingeflossen.

01:12:01: und gerade auch als er hatte ich hatte ich nur kurz erwähnt er war ja auch Steuereintreiber eine Zeit lang oder hat auch für die zukünftigen Kriege dann verloren wurde hat er das zu den Bauern gegangen und hat dann ein Anteil des Getreides eingefordert was man dann nutzen wollte zu versorgen der Soldaten auf den Schiffen.

01:12:18: Und da hat er auch die Welt kennengelernt, hat Spanien kennengelernen und das waren wahrscheinlich alles Sachen, die er aufgesogen hat plus auch seine leicht humanistische Bildung, die ja dann doch genossen hat zu Beginn.

01:12:28: Ja,

01:12:30: ich wollte gerade sagen, man liest auch in jeder Zeile eine erstaunliche Bildung von Servantes.

01:12:42: nicht nur, dass er das so viel gelesen hatte.

01:12:46: Sondern der hat tatsächlich das auch interpretiert verarbeitet.

01:12:52: und es gibt noch eine Sache die ich glaube sehr wichtig wäre, wodurch dieser Romane nicht nur eine Geschichte erzählt sondern auf eine gewisse Art und Weise Geschichte der Literatur eigentlich in sich so verinnerlicht.

01:13:13: Man sieht ganz genau wie diese niedrige Literatur, die wir auch noch aus der Antike kennen.

01:13:19: Wir haben eine Literatur das ist immer Tragödie und dann haben wir dieser niedrigen Literatur dass es immer Komödie.

01:13:27: Und das ist das was immer so Aristophanes also Komöde und dann die große Tragika.

01:13:38: In altrömischen oder in antike römische Literatur können wir das auch sehr gut eben beobachten.

01:13:45: und im Mittelalter auch eigentlich diese niedrige Karnevaleske, also schelmenhafte lustige.

01:13:55: Das Niedrig ist und eigentlich alter beschreibt und dieser habe eine höfische Und bei Servantes ist das eine Mischung, und deswegen ist es so modern.

01:14:09: Weil die Höfische oder die hohe Literatur, die wir ja immer noch heute haben – diese erhabene Literatur Speist sich eigentlich von der niedrigen Literatur.

01:14:22: Das geht nicht unniedrig, ist nicht ein Niedrig in der Qualität oder in irgendeine Wertung sondern nur wenn es darum geht also was eigentlich die niedrigere soziale Schichten produzieren.

01:14:42: das würden wir heute vielleicht als Trivial Literatur oder Populär Literatur nennen.

01:14:49: und eben diese Literatur, die die Preise dann gewinnt.

01:14:55: Also das ist eine Mischung!

01:14:57: Das ist immer so miteinander verboben und verbunden.

01:15:03: Und deswegen ist es auch eigentlich nicht immer angebracht, Literatur auf dieser Art und Weise aufzuteilen und zu kritisieren.

01:15:14: Apropos Preise, es wurde natürlich auch der Don Quixote von großen Schriftstellern immer sehr positiv aufgenommen oder viele haben ihn gelesen.

01:15:22: Also zum Beispiel Stendal hat gesagt das die Entdeckung des Buches war der größte Augenblick seines Lebens und man sagt dass das erste Mal seine Mutterwaffe von Stendall gestorben und als er dann den Don Quijote gelesen hat war das zum ersten mal dass er wieder lachen konnte.

01:15:36: Freud lernte wohl extra spanisch um den Don quixot lesen zu können.

01:15:40: Thomas Mann spricht von einem Weltbuch.

01:15:42: Dostoyevsky hat gesagt, von solchen Büchern wird der Menschheit in mehreren Jahrhunderten nur eins geschenkt.

01:15:49: William Faulkner hat das jedes Mal einmal pro Jahr gelesen.

01:15:52: also es ist unglaublich wie er auch aufgenommen wurde.

01:15:54: und apropos Preise, zwei tausendzwei wurde tatsächlich dieses Buch zum besten Buch der Welt gewählt.

01:16:02: Wer hat das gemacht?

01:16:03: Es war ein hundert bekannte Schriftsteller, auch viele Nobelpreisträger waren unter ihnen und die haben wie gesagt den Don Quichrot zum besten Buch

01:16:13: der Welt.

01:16:13: Genau!

01:16:14: Das ist eigentlich Anfang könnte man sagen aber nicht Anfang.

01:16:20: also man kann nicht in absoluten Werten sprechen aber man könnte sagen dass es eine der wertvollsten Beispiele von modernen Roman.

01:16:34: Und wenn man dann diese verschiedene Spuren verfolgt, also man findet da und da müssen wir vielleicht auch in zukünftigen Podcasts...

01:16:47: Immer wieder dort!

01:16:47: Du meinst wie Wilbel Langen am Ende immer wieder bei Sancho Panzer und Don Quixote?

01:16:51: Eigentlich

01:16:52: schon!

01:16:53: Also es hat mich an meiner Studiumzeit erinnert.

01:16:58: Das war wahrscheinlich die schönste Zeit meines Lebens, weil ich konnte natürlich jahrelang in Bibliotheken sitzen oder zu Hause in meinem grünen und orangen Zimmer und lesen.

01:17:14: Ich habe sofort an Henry Fielding gedacht.

01:17:19: Henry Fielding auch, das ist dieser englische Roman der Tom Jones geschrieben hat.

01:17:27: Das ist auch so einer, der eigentlich einen Schelm durch das Leben geht und unterschiedliche Abenteuer hat.

01:17:37: Und man lacht wirklich ganz viel oder ... Natürlich, ein der größten für mich ist Lorenz Stern mit seinem Tristram Schendi.

01:17:49: Es ist ein absolut hochmoderner Roman eine Biografie bzw Autobiographie ohne Leben.

01:18:02: Er beschreibt seitenweise sein Geburt Als er geboren wurde, dieser Moment, diese Entbindung eigentlich.

01:18:14: Seine Mutter wobei du seine Mutter überhaupt nicht siehst.

01:18:16: Du siehst eine Hebamme die da herum... Es ist wahnsinnig spannend und sehr auch so ein dicker Schinken Und total lustig, wo einige Seiten ganz schwarz sind.

01:18:32: Die anderen Seiten sind total leer.

01:18:35: Also ein Experiment Und wenn du bei Fielding bist und Tom Jones, dann bist du sofort bei Thomas Mann und Felix Grohl.

01:18:46: Wenn du bei Thomas Stern bist und Tristan Schendi, dann bis zu sofort bei Joyce und auch Virginia Woolf und dieser Roman von Strombewusstsein.

01:18:59: Also es sind richtig Keime der modernen Literatur.

01:19:08: oder letztendlich Denis Diderot mit seinem, ich glaube Schakterdiener und sein Herrn.

01:19:22: Also wo er dieser Form von Roman benutzt um seine Philosophie eigentlich auszubreiten.

01:19:31: Genau da zu stellen und später ganz viele Aufklärer auch diese Form verwenden.

01:19:37: Wenn du das gelesen hast, dann denkst du sofort, oh Musil.

01:19:43: Also man ohne Eigenschaften.

01:19:46: Das sind so Formen die in dieser Zeit angefangen oder motiviert und initiiert durch Servantes.

01:19:56: Also wenn ich zu reden höre kriege ich immer ein ganz schlechtes Gewissen.

01:20:00: was ich alles noch lesen muss Das ist ... Also, liebe Hörerinnen und Hörern.

01:20:05: Wenn ihr jetzt auch bei Fisa ... Oh okay hab ich schon mal irgendwie gehört aber kann nicht gerade ... Ist nicht schlimm.

01:20:09: mir geht es meistens auch so wenn Jelena spricht ja also lasst euch davon Ja nicht entmutigen.

01:20:15: Aber das sind glaube ich mal ganz tolle Leseempfehlungen auch.

01:20:18: Aber eine Frage muss ich dir dazu stellen Wie du hast gesprochen von einem grün-orangenen Zimmer?

01:20:24: Ja das war mein Zimmer in Belgrad wo ich eigentlich Ja, aufgewachsen und bin und wo ich die schönste eigentlich Stunden meines Literaturlebens.

01:20:42: Und waren die Wände grün und orange?

01:20:45: Nein

01:20:45: mein Teppich war orange und zwar wollte unbedingt einen orangenen großen Teppig haben und meinen Vater hatte auch diese Teppicheben bestellt.

01:20:59: in einer Fabrik wurde das wirklich handgeknüpft.

01:21:07: Also Möbel war grün, da sind siebziger und achtziger Jahren wo das eigentlich alles modern war.

01:21:16: aber jedes mal wenn ich mich... Das ist so interessant.

01:21:19: wenn ich an diese Literatur Geschichte der Literatur denke und alles, dann denke ich an ...

01:21:30: Dann siehst du dich in dem Zimmer.

01:21:31: Das ist ja auch schön!

01:21:32: Das kenne ich auch.

01:21:33: wenn man manchmal Bücher hat die man liest oder ich fühle immer so eine ganz nerdige Liste wo ich mir mal aufschreibe welche Bücher ich im Jahr lese.

01:21:40: Dann gucke ich habe meine Zähne ok wie viel hast du dieses Jahr geschafft?

01:21:42: also sehr nerdig Ich weiß.

01:21:44: aber das Schöne ist auch dass sich durch diese Liste geht.

01:21:46: dann erinnert man sich ahja Dieses Buch habe ich da gelesen.

01:21:50: Da saß ich gerade im Zug, vielleicht war da irgendwas Blödes gerade auf Arbeit passiert oder die hast du doch im Urlaub gelesen und das war vor der Aufführung von irgendetwas.

01:21:58: also man verbindet dann diese Bücher dann auch immer mit ganz speziellen Momenten in dem Leben.

01:22:03: Ja und am

01:22:03: schönsten ist wenn man ganz viel... Also ich hab durch mein Studium sehr viel gelesen.

01:22:12: Schulzeit war verbunden mit sehr viel Lesen.

01:22:16: Nein, wir haben quer durch den Beet alles gelesen was uns unter die Hände kam und wir waren ... weil natürlich es gab Kinderliteratur aber nicht so wie heute.

01:22:27: Heute ist die Produktion für Kinder- und Jugendliche enorm und umfalt heraus.

01:22:33: Es gibt so viele, aber es gibt auch viel Schlechtes.

01:22:35: Oder empfinde ich zum Beispiel jetzt sehr objektiv.

01:22:38: Aber da gibt's diese große Auswahl.

01:22:40: Es

01:22:42: ist wirklich, also damals haben wir einfach ... Wir haben Trivialiteratur.

01:22:46: Das waren die Tür eigentlich in den ... richtige hohe Literatur.

01:22:52: Also ich habe alle, ich glaube alle sechzehn Bänder von Tartzan gelesen.

01:22:56: Oh wow!

01:22:57: Ja also da gab es diese.

01:22:59: oder natürlich dann gab es auch ganz tolle Autoren wie Henrik Sienkevic und dadurch dass sich in so einem Kulturkreis groß geworden bin war eigentlich alle sprachliche Richtungen zusammen kamen und da habe ich auch vulgarische Kinderliteratur.

01:23:20: Mein Vetter war verliebt in Jan Bibian, das ist Ellen Pellin ein vulgarischer Kinderautor ganz großartig und Jan Bibiant ist zum Mond geflogen und dort hat.

01:23:36: es sind so Momente.

01:23:37: aber dann kam man zu dieser Literatur Und hat eben alles verschlungen.

01:23:43: Ich erinnere mich, dass ich Bayern irgendwie Manfred gelesen habe und muss den original lesen weil es keine Übersetzung gab und ich hab nichts verstanden!

01:23:55: Das einzige was übrig blieb war das Gefühl,

01:23:58: dass das großartig

01:24:00: ist und dass das pure Schönheit ist obwohl man das nicht so... kognitiv alles verarbeitet hat, aber irgendwie diese meine Literaturseele und Tausend Sachen.

01:24:15: Aber wenn man das nach einer gewissen Zeit bekommt, man einen Blick eigentlich für die große Verbindungen, für große Entwicklungsbögen nicht nur in der Literatur.

01:24:33: Und das ist was eigentlich am spannendsten

01:24:36: ist,

01:24:37: übergreifend wie sich das alles entwickelt, die Welt und die Kunst und die Zivilisation und so von einem zum anderen streitet, dass auch Grenze eines Lebens überschreitet.

01:24:54: Aber dieser Blick ist etwas, Ja, glücklich.

01:24:59: Das hast du so schön gesagt und ich glaube das passt auch zu dem was wir ein bisschen hier versuchen weil wir versuchen ja genau euch diese Verbindung auch zu geben.

01:25:07: also natürlich nur einen ganz ganz kleiner Teil und in erster Linie natürlich auch dass ihr dann immer sagt ohja davon will ich noch mehr erfahren und dafür das will ich lesen.

01:25:16: also Don Quixote vielleicht gleich wünscht euch das zum Geburtstag ist auf jeden Fall sehr, sehr lesenswert.

01:25:24: Was wir auch noch haben und was ich euch noch empfehlen kann es gibt eine wunderbare Biografie von Miguel de Cervantes ein wildes Leben heißt die Uwe Neuma im Wegverlag und auch noch, die haben wir nur angerissen.

01:25:37: Und zwar die sogenannten Meistererzählungen.

01:25:40: aber das sind eigentlich die exemplarischen Novellen.

01:25:44: Genau!

01:25:45: Das sind zwölf wunderbare Novellen wo nochmal die ganze Erzählkunst von Savantes wirklich zum Tragen kommt.

01:25:53: Also es sind ganz tolle Geschichten der sich viel auf Ereignisse aus seinem Leben beziehen.

01:26:01: Ich sag mal, die Feministinnen unter euch müssen sehr stark sein.

01:26:04: Weil natürlich damals das Bild der Frau war doch in einem sehr engen Rahmen geführt.

01:26:10: Ich erinnere mich gerade an eine Novelle vor allem.

01:26:12: da wird eine Frau entführt von jungen Adeligen.

01:26:16: einer von ihnen vergewaltigt sie dann Sie ist natürlich enterrt es auch noch schwanger verkriecht sich dann zu Hause.

01:26:24: Das Kind wird geboren, es wird vorgegeben, das ist irgendein entfernter Verwandter, um den man sich jetzt kümmert und wie's das Schicksal so will.

01:26:31: eines Tages der Junge ist, weil er nicht sieben Jahre alt ungefähr, wird er von einer Kutsche angefahren.

01:26:37: Und wer sitzt in der Kutssche?

01:26:38: Die Eltern dieses Adligen, der Sie vor Jahren vergewaltigt hat und als die Eltern dann mitbekommen, die sehen ihn und gleich ist ihnen klar dass irgendeine Verbindung ja.

01:26:47: und dieser schöne Junge und sie kümmern sich dann Zuhause um ihn Vermeintliche Mutter kennen, aber irgendwas merken sie.

01:26:54: Da stimmt was nicht.

01:26:55: Erfahren dann die ganze Wahrheit über die Geschichte, erfahren dann das ihr Sohn, was der ihr Sohne dieser Frau angetan hat lassen den Sohn aus Italien herbringen.

01:27:04: er kommt dann trifft dann diese Frau.

01:27:08: Man kann gar nicht sein, dass er Schuldgefühle hat in irgendeiner Art und weiß es wird gar nicht thematisiert, sondern nein am Ende heiratet er die Frauen.

01:27:13: alle sind glücklich, alle sind zufrieden als ob es diesen Vorfall damals nie gegeben hätte.

01:27:17: Da muss man das muss man so ein bisschen im damaligen Kontext natürlich betrachten.

01:27:21: aber alle anderen Novellen auch also ob sie Gespräche zwischen zwei Hunden sind ja meisterhaft erzählt oder auch die Spanierinnen England.

01:27:29: Die hatte mich mit den Intrien, die an Hof passiert, mich ein bisschen einem Game of Thrones erinnert.

01:27:35: Wunderbare, also wenn man vielleicht sagt ich muss nicht gleich den Don Quixot.

01:27:38: Das ist mir doch zu viel.

01:27:39: diese siebenhundertseiten plus noch zweihundertzeiten Anmerkungen dann empfehle ich euch vom Diogenes Verlag Savant des Meisterszählungen.

01:27:46: Genau in wunderbaren Aufmachung von Diognes der sich um solche Sachen kümmert.

01:27:52: das ist wirklich eine der richtig gute Literatur.

01:27:58: Gute Literatur und darüber sprechen wir hier und Ich würde sagen Heute haben wir schon mal wieder bei anderthalb Stunden gelandet sind wahrscheinlich.

01:28:08: Die Marke brechen wir eigentlich immer, aber ich fand es schön dass wir am Ende auch nochmal so ein Bogen gefunden haben und allgemein uns auch noch einmal beschrieben haben was uns halt hier auch so antreibt diesen Podcast zu machen oder was das Schönes am Lesen ja was einem.

01:28:21: das alles gibt diese Literatur.

01:28:24: Und umso mehr freue ich mich schon auf die nächste Folge, weil die wird mal ein bisschen anders sein.

01:28:29: Weil es wird unsere Jubiläumsfolge!

01:28:32: Warte jetzt nicht zu viel versprechen wir müssen erst mal schauen wie wir das hinterkommen.

01:28:37: Ich

01:28:38: verspreche gar nichts ich könnte nicht machen nur eine große Ankündigung.

01:28:41: Okay.

01:28:42: Weil nächstes Mal ist tatsächlich schon die zehnte Episode die ihr dann hören werdet.

01:28:45: ja und wie gesagt Doch ich sage, ich verspreche schon.

01:28:48: Wir planen etwas ganz besonderes und bis dahin bleibt gesund!

01:28:53: Lasst es euch gut gehen und denkt dran, ganz viel lesen.

01:28:56: Tschüss!

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