Und ich bin eine Rose! - Auf den Spuren von Emily Dickinson

Shownotes

Wie viel Welt braucht ein Gedicht? Und was geschieht, wenn eine Frau sich der Welt entzieht, um sie umso schärfer zu beobachten?

Wir nähern uns Emily Dickinson, der großen Unsichtbaren der amerikanischen Literatur. Einer Frau, die kaum das Elternhaus verließ, aber mit fast 1.800 Gedichten die Natur und das Rätselhafte der Welt durchdrang wie kaum eine andere. Emily Dickinson gab keine einfachen Antworten – doch sie versuchte, dem Grund der Existenz so nahe zu kommen, wie es Sprache nur erlaubt.

Warum ließ sie ihre Verse in Schubladen wandern statt auf Buchseiten? Und wie wurde aus den ‚kleinen Gedankenblättern‘ ein bedeutendes Werk der modernen Lyrik?

Wir folgen diesen Fragen und den Spuren von Emily Dickinson: einem Leben in Weiß, hinter Vorhängen, mit vielen Gedankenstrichen – und doch voll Farben, Schmerz, Witz und Klarheit.

Danke an Corinna Wolfien, dass Du uns Deine Stimme geliehen hast und so wunderbar das Gedicht "Ich bin eine Rose" eingelesen hast!

Weitere Infos und Bildmaterial zu Emily und ihrem Werk findet ihr auf unserem Instagram-Kanal: @lit.ermittlerinnen

Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!

00:00:33: Wir

00:00:33: begrüßen euch herzlich zu unserer nächsten Ausgabe jetzt des Podcastes Die Literaturmitlerin.

00:00:40: Vor mir sitzt Jelena.

00:00:42: Jelina, schön, dass du wieder dabei bist!

00:00:44: Ja ich freue mich immer wieder.

00:00:46: Und wir beide machen zusammen diesen Podcast.

00:00:50: Ich bin Lin und wir freuen uns, dass ihr heute wieder dabei seid.

00:00:53: Wir haben gerade ein Gedicht gehört von Jelna.

00:01:00: Wer steht denn heute Mittelpunkt bei uns?

00:01:02: Emily Dickinson Eine der...ich würde sagen besten und größten dich darin Amerikas.

00:01:15: Eine mysteriöse Person, eine wunderschöne Dichterin deren Gedichte überall auf der Welt bekannt sind sehr gerne eben zitiert werden, gerne gelesen werden.

00:01:37: über sie wurden in den letzten glaube ich sieben Jahren zwei Filme gedreht beziehungsweise ein Film, eine Serie.

00:01:51: Neuerdings beschäftigt sehr viel eben das Lesepublikum wer sie eigentlich war wie sie gelebt hat warum sie so gelebt hatte wie sie eigentlich lebte?

00:02:06: Hat jemand geliebt?

00:02:09: Wer war sie eigentlich?

00:02:11: Wer war sie?

00:02:12: Und das ist ja auch das, was man relativ, wenn man sich mit Emily Dickinson beschäftigt.

00:02:15: Also mit ihrem Leben stellt man ja erstmals erst so, dass man so liest ist es nicht viel bekannt über ihr Leben.

00:02:22: auf diesen Satz bin ich sehr oft gestoßen wo ich dann dachte ui das macht natürlich auch vielleicht ein bisschen schwer sich für diesem Podcast vorzubereiten weil wir haben ja auch so ein bisschen Anspruch, dass wir aus dem Text heraus sozusagen den als Basis nehmen und dann schauen okay Wie ist dieser Text entstanden?

00:02:39: Und das heißt, wie ist der Text entstand, dass wir schon auch ein bisschen schauen.

00:02:42: Wer ist der Autor?

00:02:43: Woher kommt der Auto?

00:02:44: Wie hat der Auto gelebt?

00:02:45: Wie ist sie zum Schreiben gekommen?

00:02:48: Wie wurde es dann aufgenommen?

00:02:49: später noch Postum?

00:02:51: Alles solche Sachen.

00:02:53: und das erste was man beließt ist, es gibt gar nicht so viel über Sie zu sagen.

00:02:57: Doch!

00:02:58: Also ich habe Literaturwissenschaften in Osten studiert bzw.. Allgemeine Literaturwissenschaft in sozialistischen Ländern war ein bisschen anders als hier in Deutschland.

00:03:13: Ein deutscher Ansatz ist normalerweise hemanäutig, in den sozialistischem Ländern hat man damals, also das sind siebziger, achtziger Jahre, natürlich den formalistischen Einsatz sehr geprägt.

00:03:32: Und also die Formalisten an sich behaupten, dass es sowas gibt wie ein Text der eigentlich ohne Autor existiert.

00:03:45: Das ist ja wie das New Critism was dann auch entstanden in den USA ist, genau so über Renewelle,

00:03:50: Kostin Warren... Interpretiert

00:03:53: haben, wo's sehr um die Formallistik ging, dass man sozusagen den Text an sich betrachtet.

00:03:57: Und Emily Dickinson ist das beste Beispiel dafür.

00:04:01: Ich finde, als wir uns dazu entschlossen haben, Emily Dickinsen jetzt zu analysieren bzw über sie zu sprechen und nachzudenken, habe ich gedacht genau das!

00:04:15: Also kaum jemand weiß wer Emily Dickenson wirklich war.

00:04:20: Es gibt tausend Theorien es gibt Geschichten man versucht sie von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten, es gibt sehr wenig eigentlich Anlasspunkte oder Punkte wo man sich festhalten kann und sagen kann das ist beweisbar.

00:04:40: Aber das was wir wirklich von ihr haben sind tausend, siebenhunderttausend achthunderte

00:04:50: Gedichte

00:04:51: für die Zeit.

00:04:52: also sie ist Und zwar sowas von zeitgenössisch.

00:05:12: Also, man findet jetzt auch.

00:05:16: mittlerweile habe ich mehrere Mädchen und Freunde meines Sohnes kennengelernt, die ihre Gedichte kennen und auch auswendig gelernt haben.

00:05:29: Besonders auf Englisch.

00:05:31: Also das Gedicht dass du zum Beispiel jetzt vorgelesen hast als Einführung also ein Dime Rose ist eigentlich in der berühmtesten Und ich gehe davon aus, dass die Hälfte von jungen Menschen, die das Gedicht kennen überhaupt nicht wissen.

00:05:53: Dass es so jemand wie Emily Dickinson gab und schon gar nicht wissen wer sie überhaupt war!

00:06:00: Und wie umfangreich auch ihr Werk einfach ist.

00:06:03: Absolut!

00:06:04: Du hast ja gerade schon gesagt, fast tausend achthundert Gedichte hat sie insgesamt geschrieben und ja man weiß nicht viel das habe ich ja auch jetzt ein bisschen bestehigt.

00:06:13: trotzdem gibt es aber so ein bisschen so einen Rahmen schon also jetzt nicht irgendwie eine mysteriöse Gestalt über die wir gar nichts sagen können.

00:06:19: und Ich muss auch ganz ehrlich sagen mit dem lesen auch der ihrer Briefe Ja es ist ja ihre briefe sind ja sozusagen auch Poesie wenn man das will.

00:06:28: Man kann auch schwer ihr werk verstehen ohne die Briefe.

00:06:31: Also vieles aus den Briefen, was sie da schon sozusagen erarbeitet hat sich später in Gedichten wiedergefunden.

00:06:37: also findet man wirklich gleiche ähnliche Formulierungen.

00:06:40: einige ihrer Gedichte wurden so zu sagen auch nur dem dem dem Sie geschrieben hat dahingehend auch geschrieben.

00:06:46: die habt man sonst gar nicht gefunden unter ihren ganzen Notizen.

00:06:50: also diese Briefen mit denen es ganz hängt ganz eng zusammen das Werk von Md Dicke sind sowohl die Lyrik aber auch als auch die briefe.

00:06:56: trotzdem wie gesagt gibt es super Anker ein paar Sachen über ihr Leben sagen.

00:07:01: Und vielleicht, bevor wir in so ihr Werk reingehen wollen wir das uns erst mal so ein bisschen anschauen wer sie eigentlich war und wie sie gelebt hat?

00:07:07: Sehr gerne!

00:07:08: Da bist du absoluter Expertin.

00:07:10: also du hast dich so richtig in die Recherche begeben und auf der Suche nach dem Abrissen eine Dichterin wie Emily Dickinson dann erzählt

00:07:29: Sie ist in USA geboren, in Amherst.

00:07:33: In Massachusetts.

00:07:34: Ich hab's richtig ausgesprochen.

00:07:35: jetzt bin ich sehr stolz auf mich.

00:07:37: Das ist immer so ein typischer Stolpler.

00:07:39: Genau da ist sie geboren in Amhurst und dort das war so ein kleines Provinzenest kann man sagen ja also sehr puritanisch geprägt sowieso auch die Familie von Emily Dickinson vielleicht Danisch, was bedeutet das?

00:07:58: Was kannst du vielleicht da...

00:07:59: Sehr konservativ und sehr religiös.

00:08:02: Und das weißt du besser als ich.

00:08:06: Das war schon eben eine sehr gebildete Familie.

00:08:11: Richtig, und Bildung spielt auch da eine ganz große Rolle in diesen Glaubengrundsätzen weil man auch Grundlage ist ja auch dass man die Bibel ließen kann und es ist sozusagen das muss jeder können also auch Frauen.

00:08:24: War's sehr wichtig, dass sie lesen und schreiben lernen was nicht selbstverständlich waren der damaligen Zeit.

00:08:28: Du hattest gerade gesagt, sie ist achtzehnhund dreißig geboren sehr, sehr großer Wert draufgelegt.

00:08:36: Sie kommt aus einer sehr angesehenen Familie die dort in Amhurst tatsächlich auch schon einer der Ersten war in ihrer Familie, die diesen Ort mit gegründet haben.

00:08:46: Also ihre Familie ist sechzehnhundertdreißig.

00:08:49: Der erste war Nathaniel Dickinson.

00:08:51: Der ist mit etwa siebenhundert anderen Puritanern am Bord.

00:08:54: Sechzehntund dreißig angekommen in Amerika und die haben dann Amhurst-Sechtenhautneunundfünfzig gegründet.

00:09:03: Das muss man sich vorstellen, das sind so die frühe Jahre!

00:09:09: Wilder Westen

00:09:10: am Platz.

00:09:10: Ganz andere als die europäische Geschichte, was man gar nicht so viel weiß habe ich immer das Gefühl ja aber das muss man sich wirklich ganz anders vorstellen als Europa wo die Städte schon sehr lange existiert haben wo es auch in einer gewissen Kultur auch schon gab eine Entwicklung und da wurde dann aus dem Boden halt des Elmhurst zum Beispiel gestampft.

00:09:30: Genau und das Hauptbuch eben war

00:09:33: Die Bibel.

00:09:34: Genau, die Bibel

00:09:35: war das was eigentlich Grundstein der Gesellschaft

00:09:39: genau und die Puritana führten ja auch ein Leben wo es sehr mal so von leben also von Arbeit und Fleiß geprägt war und das war sozusagen Bildungarbeit.

00:09:50: dass waren so ein bisschen wie die Grundkomponenten und mit weltlichen Vergnügen konnte man dann eher weniger anfangen.

00:09:58: Und ihr Vater war Edward Dickinson, der war Rechtsanwalt und auch Finanzverwalter des Amhurst College.

00:10:05: Das ist sein Großvater, also seinen Vater gegründet hat und damit hatte er auch schon so einen gewissen Einfluss ja in der Stadt wie gesagt.

00:10:13: Der war auch sehr am politischen gesellschaftlichen Beteiligt, war auch Kongressabgeordneter, war sehr streng kann man sagen, Emily hat sich aber gewährt.

00:10:23: Man sagt das gibt so Situationen wo er dann gesagt sich beschwert hat dass der Teller nicht richtig sauber sei und sie sein dann rausgegangen und hätte ihn zerschäppert.

00:10:31: ja also Emily hat es sich da auch gut gewährt und war ja auch letztendlich wie wir feststellen werden sowieso sehr außergewöhn sehr rebellisch auch ja das zeigt sich ja noch später noch wie sie dann auch entschieden hat zu leben.

00:10:45: Sie hatte zwei Geschwister und das war einmal William Der Bruder, der ältere Bruder und Lavinia genannt Winnie ihrer jüngere Schwester.

00:10:54: Und Winnie spielt eine ganz große Rolle in Emilie's Leben weil sie gerade später wo sich Emily auch sehr zurückgezogen hat wirklich tatsächlich in den eigenen vier Wänden das kann man da wirklich so behaupten hat Winnie immer sie geschützt.

00:11:11: Also sie hat das sozusagen versucht ihr diesen Raum, diesen Brauch zu geben und dann immer wenn Gäste kamen die dann abgewimmelt.

00:11:18: Und hat versucht so ein bisschen für Verständnis zu werben auch für ja für die Lebensweise auch ihrer Schwester.

00:11:24: also Winnie war so eine ganz wichtige Ankerpunkt hat auch nie geheiratet wie Emily auch.

00:11:28: Emily war nicht verheiratete hatte keine Kinder

00:11:32: Genau!

00:11:33: Ich fand es auch so interessant in dieser puritane Gesellschaft Es war möglich, dass die Töchter nicht heiraten.

00:11:46: Was eigentlich zu der Zeit zum Beispiel in Großbritannien oder damals England eben und das erfahren wir aus der Literatur, also aus Geschwister Bronte oder das eigentlich Hauptaufgabe Töchter aus bürgerlichen Familien heirat war.

00:12:10: Die müssten aus dem Haus heraus und die müssten praktisch durchheirat für ihr eigenes Leben sorgen.

00:12:20: Und hier war es doch möglich, dass die Töchter in Obhut der Familie bleiben wie eben die zwei Dickens sonst Döchter oder Schwester Winnie und Emily beweisen, die sind zu Hause geblieben.

00:12:35: Also bei den Eltern und haben doch zum Teil ein selbstständiges und für damalige Zeit freies Leben

00:12:46: gelebt.".

00:12:46: Das ist schon unabhängig ja!

00:12:47: Haben sich natürlich auch viel gekümmert um den Haushalt?

00:12:49: Du hast es schon angesprochen mit dem Kochen aber das war auch so mit ihrer Leidenschaft.

00:12:53: also ich hatte auch gelesen, dass der Vater von ihr gar kein anderes Brot mochter als ihr ist.

00:12:59: Also es musste Emily backen.

00:13:00: Ja das war ganz wichtig und natürlich haben sie im Haushalt gegessen.

00:13:05: Sie hatte Unterstützung.

00:13:05: Maggie war da.

00:13:06: Sie hat sie sehr lange bis zum Lebensende auch unterstützt im Haushalte und es war wenn man so will ein sehr einfaches aber auch wohlhabendes.

00:13:14: Wir hatten wie gesagt die gesellschaftliche Stellung schon erwähnt.

00:13:17: Sie mussten sich keine Sorgen um Geld machen.

00:13:19: also sie hatten ein gutes Leben Und konnten sich dann.

00:13:22: und vielleicht auch diese Umstände haben es auch ermöglicht, dass Emily überhaupt die Zeit hatte.

00:13:26: Und sie sich ihrem literarischen Werk zuzuwenden.

00:13:31: Genau!

00:13:31: Zumindest wurde das ihr nicht verwährt in Gegenteil also Sie konnte auch.

00:13:38: im Kreise ihrer Familie hat sie auch häufig ihre Gedichte vorgelesen.

00:13:44: Das heißt schon, dass die alle wussten was für ein Talent Emily besitzt und ja.

00:13:54: Die haben ihr ermöglicht ihr Talent zu leben.

00:13:58: aber das Ausmaß war ihm nicht bewusst Als Vinny dann wirklich was in den Schubladen entdeckt hat, was da ihre Schwester eigentlich in all den Jahren auf Papier gebracht hat.

00:14:10: Da war sie hin und weg.

00:14:11: Genau!

00:14:14: Ich muss jetzt sagen... ich habe darüber nachgedacht und dann musste ich an Modus & Becker denken.

00:14:27: Das ist auch so, wahrscheinlich Frauen-Schicksal gewesen und zum Teil immer noch heute.

00:14:34: Dass sie während ihres Lebens völlig unbekannt bleiben und erst Postmorten bzw.

00:14:42: Posthum bekannt werden.

00:14:44: Und dass ihr Talent und ihr Schaffen erst nachdem Sie nicht mehr da waren erkannt wurde als Iconen der Kunst gelten, zumindest so Meilensteine.

00:15:06: Ah, mein Mutter so ein Bäcker war es ja auch, wenn mich recht erinnert, sie hatte dann geheiratet oder sie musste ja dann auch heiraten und das war dann der Grund warum Sie auch ihre Kunst sozusagen nicht mehr weiter... weil sie war ja kann man sagen wie der Bruder eigentlich, ja?

00:15:16: Das war ja, sie hat die dieselben Voraussetzung aber dadurch durch die Ehe dann wurde ihr das einfach genommen.

00:15:21: Genau, aber erst nach ihrem Tod.

00:15:24: Ist man ihr überhaupt Ja!

00:15:26: Genau, hat man ihre Bilder aufgefunden

00:15:29: und

00:15:29: heute gibt es ihr Museum.

00:15:31: Und wir... also ohne Madison Becker kannst du eigentlich die deutsche Kunst nicht darstellen.

00:15:41: Und genau dasselbe ist mit Emily Dickinson, also Weltliteratur.

00:15:47: wenn wir über Weltpoesie oder Weltdichtung sprechen, dann müssen wir Emily Dickinson erwähnen.

00:15:53: Sie ist keine nebensächliche Erscheinung oder eine marginale Erscheinungen.

00:16:00: man hat den Eindruck sie ist eigentlich Grundstein der englischen Sprache und Grundstein der Poesie überhaupt.

00:16:08: Moderne vor allem.

00:16:09: Ja

00:16:12: das ist es ja.

00:16:13: Sie vielleicht nochmal kurz, ich will mal so paar Bereiche nur anreißen.

00:16:18: Bevor wir auch wirklich irgendwie... Ich merke schon dieses Werk oder ihre Gedichte drängen sich gerade schon immer auf und wir werden auch gleich da reingehen.

00:16:24: Nur noch einmal ganz kurz ja, vielleicht bin ich da auch ein bisschen zu stringent aber ich würde gerne noch paar Sachen umreißn bevor wir dann in ihr Werk auch reingehn.

00:16:33: also sie ist zur Schule gegangen natürlich in die Arm Am Hearst Academy Die ihr Großvater wie gesagt gegründet hat Und das war sehr in allumfassender Unterricht da, klassische Literatur Latein, Religion, Mathematik, Biologie.

00:16:47: Und dann ist sie... Da war sie.

00:16:48: von eighteenhundertvierzig bis achtzehnundzwölzig war sie und dann war sie aber relativ kurz in dem Mount Holyoke Female Seminary.

00:16:56: da war sie nur ein Jahr und das war ihr auch da schon etwas zu religiös geprägt, was wie gesagt im Umfeld ja nicht erstaunlich ist.

00:17:06: Aber schon da hat sich Emily ausgezeichnet durch jemand der doch der Religion sehr skeptisch gegenübersteht.

00:17:14: Das findet man später auch noch zum Teil.

00:17:16: also da kann ich dann nochmal etwas vorlesen.

00:17:19: Dieses Skepsis spiegelt sich zum Teil auch in den Gedichten wieder und sie blieb da wie gesagt nun Jahr hatte dann auch gesundheitliche Probleme.

00:17:26: und dann hat auch der Vater gesagt komm zurück du bleibst jetzt hier gekauft, ein Neufundländer namens Carlo.

00:17:35: und Carlo hat sie dann auch solange er gelebt hat sehr viel begleitet.

00:17:41: Sie war ja sehr naturverbunden und hat sehr sehr viel Zeit verbracht, hat eben auch einen Glashaus gehabt für seltene Pflanzen hatte ein Herbarium angelegt, was man auch jetzt noch sehen kann in der Harvard University.

00:17:58: Kann man das da einsehen und genau sie war Bäckerin.

00:18:02: Das hast du schon, haben wir es schon angesprochen?

00:18:04: Da wirst du schon noch etwas eine oder andere dazu sagen!

00:18:06: Und sie hat natürlich viel gelesen.

00:18:08: ja Also, ob es ... Sie war selber in einem Shakespeare-Kreis.

00:18:13: Charles Dickinson und John Elliott, die Brontee-Schwestern also alles was damals sozusagen auch gerade angesagt war hat sie verschlungen plus das ist die Familie noch ein ganz viele Abos hatte von verschiedenen Zeitungen.

00:18:25: und da wird auch gesagt dass sobald die Kamerthemmelie verschlungen also sie hat schon durch das Lesen oder auch dann Zeitung lesend schon sehr im Teil gehabt am gesellschaftlichen Leben und sich sehr interessiert Ja, das ist vielleicht auch noch mal wichtig zu sagen.

00:18:41: Also sie hat da jetzt nicht so in ihrer kleinen eigenem Welt nur gelebt.

00:18:44: Das war gar nicht so, sie war sehr interessiert.

00:18:46: Das fällt ja auch ihre Lebenszeit, fällt ihr auch an Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges.

00:18:51: Auch da war sie sich immer... Sie informiert, sie wurde ja auch mich direkt betroffen.

00:18:55: aber sie hatten natürlich auch miterlebt dass die Söhne von befreundeten Familien gefallen sind.

00:19:00: Das spielt dann auch in ihren Gedichten zum Teil und den Briefen merkt man immer wieder auch, dass das eine Rolle spielt.

00:19:07: auch ihren Sätzen darüber über die Gewalt, über die vielen Verluste.

00:19:12: Wie gesagt, Religion mit der hatte Emily einfach ihre Probleme.

00:19:15: Sie ist nicht zum Messe gegangen und dann war ja so dass man sozusagen seinen Glaubensbekenntnis abgeben musste und so eine Bekehrung.

00:19:25: Und es gab so ein Jahr wo das ganz viele ihrer Schwestervaterfreunde in den neunzehntfünfzig alle sozusagen sich bekehrt haben und sie selber sozusagen das gar nicht wollte.

00:19:35: und sie war so ein neuer neuer no-hoper.

00:19:38: Und was in damals, also wirklich eine Rebellion war.

00:19:40: Das musst du mir mal vorstellen.

00:19:42: Sie sagt nee, da habe ich keine Lust drauf.

00:19:45: Das möchte ich nicht.

00:19:48: Vielleicht kann ich dazu mal.

00:19:49: jetzt können wir doch mal ganz kurz in ein Gedicht einsteigen wo sie das auch ganz gut beschreibt oder sie beschreibt?

00:19:56: Oder ist es dass das Thema Religion auf jeden Fall vordergründig?

00:20:03: Genau!

00:20:04: Ich kann ja mal lesen, du kannst dir mal... Ich glaube, das ist einer von den Gedichten die man gut erfassen kann.

00:20:08: Das ist ja bei Emily nicht selbstverständlich.

00:20:10: also manchmal... Man liest ein Gedicht und man denkt am Anfang, ahja?

00:20:15: Und auf einmal ist man verloren als ob man den Anschluss verloren hat einfach.

00:20:18: Als ob die Gedanken von ihr so schnell ging und man kommt gar nicht mehr rein.

00:20:22: So, weil verliert ihn was wo was jetzt passiert.

00:20:26: Und dann liest man es nochmal und ist auch nicht schlau und dann noch mal noch mal und auf einmal hat man das Gefühl vielleicht nach einem fünf nur sechs lesen.

00:20:34: Ich glaube, ich verstehe etwas.

00:20:37: Ist immer die Frage ob es das ist was Emily wird?

00:20:39: Das wissen wir nicht.

00:20:40: aber ich versteh etwas ja und es braucht bei ihr mal so ein bisschen Zeit.

00:20:43: deswegen für diejenigen die noch gar nicht Emily sich mit Emily vertraut gemacht haben Ja, lasst euch nicht abschrecken vielleicht von einem ersten Lesen.

00:20:52: Manche sind wirklich sehr allegorisch, sehr metaphorisch haben auch machen auch sozusagen sprechen wir bestimmte Ereignisse oder machen irgendwelche Querverbindungen.

00:21:03: da muss man sich davon nicht so zu sagen abwürmen lassen oder man darf dann nichts sozusagen aufgeben.

00:21:11: jetzt aber jene die damals starben wussten wohin sie ging.

00:21:16: Sie gingen zu Gottes rechter Hand.

00:21:18: Jene Hand hat man abgenommen.

00:21:22: Gott hat sich fortgewandt, der Glaube dankte ab.

00:21:26: Die Weltsicht wurde schmal.

00:21:28: Besser ein Öhrlicht als gar kein Licht im

00:21:31: Tal.".

00:21:35: Ja,

00:21:38: passt!

00:21:39: Passt wunderbar.

00:21:40: Ich meine du erzählst jetzt eben über ihr Verhältnis gegenüber Religion und dass sie sich nicht bekehren wollte.

00:21:52: Und wenn man ihre Gedichte liest, dann merkt man eigentlich das Sie in das glaubt was die Natur ist.

00:22:05: Und zwar nicht diese große romantische Natur, aus der deutschen Sprache natürlich sofort im Kopf haben, wenn wir Romantik sagen.

00:22:18: Dann haben wir also das Beste der deutschen Poesie im Kopf sondern Natur im Sinne von Tropfen eine kleine Brise Insekten Also so fast unsichtbaren kleinen Sachen, ein Leben das man nicht sieht.

00:22:47: Dass sie letztendlich auch zum Teil gelebt hat und ich habe den Eindruck dass ihr viel lieber war inso ein kleines Leben zu verschwinden bzw zersetzt zu werden zu Erde zu werden, zu diesen Tröpfchen, zu diesem krummelen Erde zu sein.

00:23:11: Zu Blättern, zu Blumen, zu Pflanzen, Moos alles was eigentlich so ja krabbelt und sich bewegt als irgendwo im Paradies zu landen.

00:23:27: Paradies war nicht für Emily Ziels, also erstrebenswert.

00:23:34: Also das war für sie eigentlich eine unvorstellbare Platte.

00:23:42: Also etwas was überhaupt sie nicht erreichen konnte mit ihrem Geist.

00:23:49: Ihr Geist war eigentlich das was in diesem erwähnten Wintergarten gekrabbelt und geatmet hat.

00:24:01: Und das merkt man gerade in ihrer Poesie, deswegen denke ich ja also wenn es für Emily Gott gab...

00:24:10: Dann war er in der Natur?

00:24:11: Genau!

00:24:12: Ihr Gott war eigentlich die Natur.

00:24:13: Und er hat ihn in ihrem Garten gelebt, er hat überall gelebt wo sich was bewegt hat.

00:24:21: Das ist diese mikroskopische durch Mikroskop eigentlich so ein ganz kleines Fettschen Raum zu betrachten und zu staunen, was eigentlich alles da lebt.

00:24:37: Und sich bewegt und gedeiht und auch

00:24:41: stirbt.".

00:24:42: Und ich glaube für sie war es auch dass sie in diesem klein also in dieser Natur, in diesen klein aufs Dibine ist ob's der Taus der einem Blatt runterläuft das sozusagen auch

00:24:52: die

00:24:52: die Frage nach unserer Existenz, das findet sie nämlich dort.

00:24:57: Genau und wir kommen eben später vielleicht darauf wie die neue Interpretationen das eigentlich nicht verstehen?

00:25:09: Ja sehr gerne!

00:25:12: Lass uns da auf jeden Fall nochmal drauf zurückkommen.

00:25:15: Wir werden ja auch immer mal wieder so ein paar Gedichte einstreuen.

00:25:20: Wie hat Emily Ansonsten mit wem hatte sie so Kontakt?

00:25:24: Also natürlich war sie sehr eng in ihrer Familie

00:25:26: eingebunden.

00:25:28: Sie hatte eine ganz, ganz enge Freundin zumindest zu beginnen und zwar war das dann die spätere Frau ihres Bruder.

00:25:35: Das war Susan Huntington Gilbert und dann Dickinson Und da wird ja auch viel gemunkelt.

00:25:41: Da ist immer die Frage, ob das wirklich wichtig ist?

00:25:44: Du rollst schon mit den Augen und ich hab das ... Es gab sehr leidenschaftliche Briefe, die sie an Susan geschrieben hat.

00:25:51: Dann wurde dann oft interpretiert, dass könnte ein leidenschaftliches Liebesverhältnis gewesen sein.

00:25:58: Ich glaub der Film oder die Serie beruhte auch so drauf.

00:26:01: Dann stell ich mir mal eine Frage.

00:26:03: Das ist so wie leicht sensationslüstig.

00:26:06: Habe ich manchmal das Gefühl, wenn man das so liest... dann frage ich mich so, ist das wichtig?

00:26:11: Ist es wichtig ob sie zu Susan einer rein kann ja auch ein leidenschaftlich Freundschaftsbeziehung gewesen sein.

00:26:16: Ob's eine Liebesbeziehungen war.

00:26:19: Das sind immer so Sachen wo ich denke vollkommen egal wen sie geliebt hat und ob sie lesbisch war oder nicht.

00:26:28: Das ist letztendlich nicht wichtig für uns oder um sie zu verstehen, ihre Werk zu verstehen.

00:26:35: Nein, und das was eigentlich einen besonders ärgert ist oder mich nicht ein, sondern mich.

00:26:42: Ist dass man unbedingt Tragik in ihrem Leben finden möchte als ob Poesie ohne Tragic nicht existieren kann.

00:26:53: Und da ist natürlich beschreibt sie auch.

00:26:59: Gibt es ihnen, du hast gerade eben so ein Gedicht vor gelesen also wo sie Tod reflektiert, beziehungsweise über den Tod nachdenkt und auch trauert.

00:27:11: Und sich nach Liebe sehnt.

00:27:16: Aber man fragt sich immer wieder muss das als tragisch irgendwie verstanden werden?

00:27:23: Müssen wir unbedingt in unserem Konsumgesellschaft so eine Freigeweltes Leben, wie Emily Dickinson gelebt hat?

00:27:35: müssen wir unbedingt als etwas Lebensunwertes sehen und nach irgendeinem tragischen Punkt forschen wo sie praktisch dann enttäuscht und verbittert sich zurückgezogen hat.

00:27:53: Ich glaube das hätte man gerne.

00:27:55: um Sie zu verstehen Man sucht man so Gründe.

00:27:59: Du hast jetzt schon angesprochen, was dann nicht später passiert ist.

00:28:02: Sie war als junge Frau sehr unterwegs und hat kleine Reisen gemacht.

00:28:07: Viele Freunde kamen vorbei aber dann gab es diesen Umbruch und sie hat sich von der Welt zurückgezogen.

00:28:12: Es muss gefühlt immer noch ein Grund dafür geben.

00:28:15: Da muss dann etwas tragisches, dramatisches passiert sein um das zu verstehen weil ich glaube das ist halt nicht natürlich einige nicht klar und suchen dann irgendwelche Gründe.

00:28:25: Ja, sie zum Teil sehr an den Haaren herbeigezogen sind einfach.

00:28:29: Vielleicht kann man auch einfach sagen ja Sie wollte sich ihrem Werk dann auch widmen?

00:28:34: Und sie hat ja von Anfang an

00:28:36: auch

00:28:37: schon gemerkt dass sie anders ist als viele andere einen anderen Lebensweg einschlagen wird.

00:28:46: Also ich muss sagen, ich frage mich immer noch heute Also ich weiß, als ich sehr jung war, habe ich eigentlich sehr gerne die Nonnen betrachtet.

00:28:59: Die auf einer Insel, wo wir jedes Jahr Urlaub gemacht haben... Sie haben in so einem Konvent gelebt, in so einen Monasterreinfrauen eigentlich Kloster und Handarbeit gemacht haben und Ziegen mir nicht verkauft haben.

00:29:20: Aber dieser Kloster hatte eine fantastische Bibliothek unter einem wirklich traumhaften Hof.

00:29:28: Und ich habe mir so sehnlich gewünscht, so ein Leben zu leben eigentlich.

00:29:34: So morgens aufzustehen oder Labore.

00:29:37: Ich war nie gläubig aber aufzustehend im Vormittag die ganz normale Arbeit zu verrichten und dann nachmittags eben in diesen Räumen sein zu dürfen und lesen zu können und darüber nachdenken zu können Ja, Daydreaming oder einfach denken.

00:30:03: Denken sich in irgendetwas anders versetzen bzw.. Ich frage mich immer noch heute ist das eben Flucht aus der Realität gewesen?

00:30:14: Oder einfach Suche und Sehnsucht nach einem Raum wo man selbst sein kann?

00:30:22: und das ist eben was ich in Emily Dickinson sehe.

00:30:27: Ich sehe überhaupt nicht Ihr Leben als etwas, was tragisch war.

00:30:33: Sie hat sich für etwas entschieden und das hatte sie voll ausgekostet.

00:30:39: Sie hatte ihr Garten gehabt, sie war leidenschaftliche Gärtnerin.

00:30:44: Sie hat ihre Küche gehabt.

00:30:45: Sie war leitenschaftliche Köchin besonders gut.

00:30:48: Hat sie Kuchen gebacken?

00:30:51: Und Brot.

00:30:52: Genau!

00:30:53: Sie hat nachmittags eben ihren kleinen Schreibtisch gehabt der wirklich winzig war.

00:30:59: also wenn man die Dokusendungen oder die Dokumentationssendungen sich anschaut.

00:31:09: In ihrem Geburtshaus gibt es auch natürlich, ist jetzt Museum und es gibt dieser kleiner Schreibtisch wo sie saß und wo man denkt also ich konnte sie überhaupt doch schreiben und auch nachts.

00:31:23: und auch diese Freiheit denke ich einfach nachts einfach ausstehen aufstehen zu können, in den Garten gehen zu können.

00:31:35: Also sie hatte in diesem begrenzten Raum unter Obhut und auch zum Teil vielleicht auch strenge Überwachung ihrer Eltern

00:31:48: das

00:31:49: gelebt was sie eigentlich leben wollte.

00:31:52: Und da lasse ich mich eigentlich nicht von irgendwelchen für mich persönlich ziemlich nicht gerade überzeugenden Interpretationen verleiten, ob sie lesbisch war oder nicht.

00:32:14: Also man muss nicht unbedingt feministisch sein um Feministin zu sein und Emily Dickinson war bestimmt eine sehr besondere Frau und sehr eigenartig und sehr begabt, aber sie war keine eigentlich blaue Strumpf oder kleine Souffrechette.

00:32:49: Sie hat praktisch in ihrer Zeit ein einen Ausweg gefunden bzw.

00:32:59: einen Raum für sich selbst und das war es.

00:33:03: also ich finde sehr schön, es gibt ein Gedicht wo sie sagt man soll seine Seele erkennen und dann die Tür zuschließen Und das fand ich immer gut.

00:33:18: Also Michel de Montaigne sagt Ein Laden, also da kommen die Menschen.

00:33:27: Da kommuniziert man mit den Menschen aber dann gibt es einen Raum hinter dem Geschäft und da ist man alleine.

00:33:38: das ist diese Tür zu schließen.

00:33:41: Ihr Zimmer ihr kleiner Schreibtisch Das war sie Und das finde ich sehr sehr verführerisch auch diese Art der Interpretation.

00:33:57: Ich sehe das so wie du, ich glaube auch dass sie einfach sozusagen nicht aus irgendeinem tragischen Ereignis heraus sondern wirklich für sich dann die Entscheidung getroffen hat.

00:34:06: Ich möchte noch mehr das Leben, ich möchte mir noch mehr meine Gedanken machen und ich ziehe mich auf mein Zimmer.

00:34:13: Sie war sicher auch bewusst, dass das Leben wie sie führt oder dass sie dann nur durch die Wand mit ihren Gästen spricht.

00:34:19: Es wusste sich schon, dass es sozusagen etwas besonderes so hat.

00:34:23: Sie einmal geschrieben an ihre Cousinen.

00:34:26: Sie hatte zwei Cousin mütterlicherseits, mit denen sie sehr eng war, die auch den letzten Brief sozusagen von ihr erhalten haben bevor sie gestorben ist und den hatte sie geschrieben weil sie irgendwie war, sollten die Cousinen zu ihr kommen.

00:34:42: Aber es ist etwas dazwischengekommen und das hat sie so ein bisschen fand so ein bißchen doof dass sie dann ihre Cousine nicht sehen konnte und schrieb komisch dass ich die so oft nein sagt Das Wort von anderen Nicht ertrage.

00:34:54: Komisch Dass Ich Die Vor Sovielen Wegläuft Nicht Dulde Dass sich Jemand Von Mir Abwendet.

00:35:01: Ja Also Sehr Ehrlich

00:35:04: Genau Und sehr menschlich.

00:35:07: sehr menschlich auf jeden Fall.

00:35:09: Also ja, sie hat halt so bis zu ihrem Lebensende eigentlich gelebt und natürlich... Wir haben ja schon gesagt, es gab jetzt die großen Tragöden in ihrem Leben nicht.

00:35:19: Aber es war so, dass natürlich vieles war damals noch eine ganz andere Zeit.

00:35:23: Viele Krankheiten, gerade TÜVUS zum Beispiel auch sind krasiert und gerade in den letzten Jahren hat sie doch große Verluste erleben müssen.

00:35:32: also da war das einmal der Tod des Vaters, der ganz plötzlich in seinem Hotelzimmer zusammengebrochen ist.

00:35:39: als Sam Boston war dann der Schlaganfall der Mutter, haben sie auch gepflegt.

00:35:46: Bis zu eben Tod, eighty-one, auch liebe Freunde sind dann gestorben zum Beispiel Samuel Bowles.

00:35:52: das war so ein Herausgeber einer Zeitung mit dem sie sehr eng war und viel geschrieben hat mit seiner Frau.

00:35:58: der ist seventy acht gestorbt.

00:36:00: und was ihr Arkt zugesetzt hat war tatsächlich auch der Tod ihres Neffens Gip.

00:36:08: Ja, also das war der Sohn von Susan und ihrem Bruder Ostern.

00:36:12: Und er ist dann auch ganz früh verstorben.

00:36:14: Das war so ein Nesthäkchen.

00:36:16: Da hat Emily schwer darunter gelitten, dass er dann so früh schon ... von der Welt gegangen ist.

00:36:22: Und am Ende ihres Lebens hatte sie ja doch, zumindest sagt man das und es ist auch durch Briefe tatsächlich bestätigt eine kleine Liebe und zwar ein ehemaliger Anwaltsfreund.

00:36:34: Es war Ottes Philips Lord mit dem sie dann auch geschrieben hat.

00:36:38: und diese Briefer zeigen auch dass die dann ganz fröhlich und sehr zärtlich als in sehr schöne Briefen sehr schön zu lesen und erst dann auch verstorben.

00:36:50: geben.

00:36:50: und Tod ist ja auch oder Tod oder Leben nach dem Tod, was sie nicht ins Paradies gelegt hat.

00:36:57: Das waren ja große Themen in ihrer Dichtung.

00:37:01: Genau.

00:37:05: Wie gesagt, ich glaube Sie will eben in die Erde verschwinden und zersetzt werden und Teil der Natur sein zu Insekten werden als Paradies.

00:37:21: Paradies ist gar nicht zerstrebenswert für sie, also und schon gar nicht irgendwie so Vorstellungen von Schuld- und Höhle oder

00:37:36: Fegefeuer

00:37:37: oder Purgatorium weil... Also für sie ist eigentlich alles was sie umgibt die Welt Und letztendlich erscheint uns auch als Leser genau das.

00:37:54: Also die Welt, die Emily Dickinson umgibt ist tatsächlich die aufregende Welt.

00:38:02: Die Welt in einem praktisch tropfen Regen und hört sich jetzt so banal an wenn man aber letztendling alles was sie beschreibt Existenz ist da.

00:38:18: Also die große Gefühle befinden sich eigentlich in dem, was sie umgibt und sie findet wieder diese Gefühlen in der Natur, in ihrem Garten, in ihre Küche, in dem was sie beschreibt.

00:38:36: wenig Menschen.

00:38:39: also es gibt eigentlich wenige Gedichte wo sie über jemanden schreibt über eine Figur, über ein Mensch.

00:38:52: Richtig!

00:38:53: Es gibt manchmal schon was zu Rechtes und auch gar nicht so oft, es gibt manchmal so jemanden, wo man gar nicht richtig weiß wer das ist.

00:38:57: Genau, genau.

00:38:57: Das kann irgendjemand sein, das kann die Seele sein, dass kann die Existenz, kann die Natur sein.

00:39:03: sie spricht jemandem an ja aber das ist nicht immer diese Person dieses Greifbare

00:39:08: auch Und das ist eben dieser Ausschnitt den du gerade gelesen hast, ich weiß es nicht ob wir das aufgenommen haben jetzt.

00:39:17: Also wo sie sagt also was ist ihre Gesellschaft?

00:39:21: Ihre Gesellschaft ist Sonnenaufgang, Hund an ihrer Seite, der Weg denn Sie geht gerade, diese kleine Lehe die sie gerade bepflanzen möchte.

00:39:40: Auch wenn sie ihre Rezepte schreibt, das ist auch eine Art Poesie.

00:39:50: Sie bleibt überhaupt nicht da, wenn man die Kochbücher wie ich leidenschaftlich liest und dann gibt es alle mögliche Ausführungen oder ein Tröpfchen oder einen Hauchvon oder eine Prise von... Nee bei Emily Vier Löffeln von, vier Tassen von oder zwei Kellen von.

00:40:17: Oder ein Bund von.

00:40:22: Das sind ihre Maßstäbe die sie verwendet und auch ihre Rezepte sind wahnsinnig.

00:40:28: einfach denkt man zu Anfang.

00:40:32: Und dann merkt man also das was man für Kekse oder Brot, ihre Suppen sind auch weltbekannt.

00:40:43: Braucht ist Zeit, ist Gefühl und Geduld.

00:40:49: Ist eigentlich das was ein Mensch mit den Zutaten macht.

00:40:55: Und die Zutatens sind Zutatten aus ihrem Garten.

00:40:59: Das sind keine besondere Gewürze.

00:41:03: Diese Schlichtheit... Einfachkeit, diese... Also kein bisschen der Überheblichkeit.

00:41:16: Sie stellt sich nie höher als die Natur.

00:41:20: also für sie ist ein Inzekt genauso wert viel wert wie einen Mensch

00:41:28: und

00:41:28: das ist etwas was so eigenartig ist.

00:41:30: was war in einem vielleicht auch ein bisschen befremdet Einerseits, andererseits das einen eigentlich begeistert finde ich.

00:41:41: Das ist ja demütig letztendlich auch wie sie dann schreibt und was wir schon mal gesagt haben dass diese Existenz oder die großen Fragen wo kommen wir her?

00:41:50: Wo gehen wir hin?

00:41:51: versucht sie sozusagen mit dem zu beantworten was sie umgibt was nahe ist und wenn es die Natur in ihrem Garten

00:41:57: ist Genau und dafür wendet sich die Sprache.

00:42:01: Und das ist das, was mich immer wieder... Also die deutsche Übersetzung ist zum Teil wirklich hervorragend.

00:42:12: Ihre Verse oder ihre Zeilen zu übersetzen, ist nicht einfach.

00:42:15: Nicht einfach durch diese genau Gedankenstriche?

00:42:18: Das ja auch eine sehr elliptische Sintax insgesamt – Die Abbrüche!

00:42:22: Das ist tatsächlich nicht einfach das sozusagen, dass dann wiederzugeben.

00:42:27: Genau, diese Zäsuren, die eben abrupt sind und... Auch zum Teil, wie du sagtest also man verliert sich in ihrem Gedicht auf einmal so bumm.

00:42:39: Gibt es irgendwas anders?

00:42:41: Aber so sind auch unsere Gedanken, so ist Gedankengang.

00:42:46: Man denkt über das Leben und dann auf einmal geht einem durch den Kopf oh heute hat's geregnet!

00:42:54: Es is matschig!

00:42:56: Also sowas... Das finde ich so eigenartig und eigentlich... Man kann sich in ihrer Poesie komplett verlieren.

00:43:04: Das hast du mir gesagt, also du hast mir gesagt Ich kann sie lesen ohne Ende!

00:43:12: in der politischen Räume hineingehen.

00:43:15: Falls sie auch einen so fordert, weiterzudenken tatsächlich?

00:43:18: Also das ist ja bestimmt durch diese Auslassung wenn dann zwischendurch Gedanken streamen, okay wie geht's jetzt eigentlich weiter?

00:43:24: oder wie komme ich auf diesen anderen Gedanken?

00:43:26: also sie fordert auch von jemandem sehr viel und es ist ein bisschen so eine Sucht.

00:43:31: hatte ich dann sehr viel Gedichte gelesen, ob ich mit der S-Bahn unterwegs war in Berlin.

00:43:37: Ich kann mich ja dann zum Glück doch ein Kokon irgendwie reingehen und kann mich da voll abschalten.

00:43:41: Das habe mich schon gefreut wieder nach Hause von der Arbeit und weiterzulesen einfach.

00:43:46: Ich wollte diese Gedanken Mitleben, Weiterleben verstehen.

00:43:53: So das hat eine sehr große Anziehungskraft.

00:43:57: Ja und das ist das was dich eigentlich verschluckt?

00:44:01: Sie verschluckt

00:44:02: dich.

00:44:03: Und ihr Text, ihre Poesie, ihre Zeilen, Ihre kleine Pfast wie diese... Japanische, Chayku-Poisy.

00:44:16: Fast so wie ...

00:44:19: Das stimmt.

00:44:20: Snippets, kleine Ausschnitte.

00:44:25: Sie schreibt auch, man hat eben geschrieben, dass nach ihrem Tod die Gedichte aufgefunden hat, geschrieben auf eine Serviette, auf Zettelchen.

00:44:36: Das hat das schwer gemacht und es waren zum Teil nur Entwürfe?

00:44:39: Ja, also sie hat ja an den Gedichten sehr lange

00:44:44: auch

00:44:44: gewerkelt muss man schon sagen.

00:44:46: Es gab verschiedene Fassungen auch.

00:44:48: Ich habe das vorhin schon erwähnt.

00:44:49: in den Briefen die sie geschrieben hat findet man einmal solch eine Fassung und dann noch andere Fassung wieder.

00:44:55: Da hat sie gefragt zwischen Susan oder Higginsons.

00:44:58: Das war ein berühmter Schriftsteller dem sie auch mal geschrieben hat.

00:45:02: Es war wo sie wirklich direkt zu ihm angesprochen hat.

00:45:06: wie finden Sie meine Gedichte mit?

00:45:09: Atmet mein Gedicht, das war ihr ganz lebterst.

00:45:12: So hat sie das dann auch gefragt und der Higginsen war ganz fasziniert von ihr.

00:45:18: Hat aber auch schon festgestellt Ui als sie ihn gefragt hat.

00:45:21: Sie hat ihn ja auch direkt gefragt soll ich veröffentlichen?

00:45:25: Und da hat er erst mal davon abgeraten tatsächlich

00:45:28: weil

00:45:29: er meinte dass ist zu schwer verständlich.

00:45:33: Das ist das.

00:45:34: Es hat

00:45:34: vielleicht nicht in die Zeit.

00:45:36: Ja, das ist das!

00:45:38: Aber trotzdem hat sie ihn Leben lang mit ihm Kontakt gehalten und hat ihn immer wieder auch Entwürfe geschickt und gefragt, was gefällt ihm besser?

00:45:45: Gefällt ihn diese Variante besser oder diese Variant besser?

00:45:49: Und das hat man dann auch im Nachlass gefunden genau diese Entwicklungsstadien der Gedichte.

00:45:54: Und wie gesagt, es waren manchmal tatsächlich auch ordentlich zusammengefasste, zusammengebundene Hälfte.

00:46:02: Aber es war noch, wie du sagst, kleine Schnipschen-Briefumschläge, wo man ihre... Ja?

00:46:08: Vielleicht ist das das, weißt du viel später!

00:46:12: Viel, viel später.

00:46:14: Also ich kenne so ... Das ist auch mein Lieblingsdichter, den wir evtl.

00:46:20: besprechen werden irgendwann mal.

00:46:22: Das ist Ungaretti, die italienische moderne Chermetismus nennt man das und der hat ein Gedicht.

00:46:36: Morgen Martina Milumino di Menzo.

00:46:40: Ich werde von Unendlichkeit beleuchtet Und ich habe immer wieder gedacht wenn ich Emily Dickinson lese dass sie uns vor solchen fast Eindrucken, das sind nicht mal Ideen.

00:46:59: Das was worüber sie schreibt, sind ihre Eindrucke der Welt und Sie macht das nicht einmal für dich und für mich und nicht mal für Leser.

00:47:11: Sie macht es weil das eine Art ist wie sie sich selbst ausdruckt Und sie weiß auch dass kaum jemand diese Bemerkungen oder diese Eindrücke, unter dieser Sensation vielleicht versteht.

00:47:29: Aber sich hat ihre Spuren hinterlassen und wie du sagst also das sind wie so Allure im Schnee.

00:47:36: Also Spuren sind da und dann auf einmal gibt es keine Spur mehr und in der Mittel of nowhere bist du irgendwo und dann musst du weitermachen Und da, also weil du Shakespeare erwähnt hast... Also das ist die Lehre eigentlich.

00:48:01: Die englische Sprache hat wirklich diesen absoluten Vorteil und zwar ich hatte einen Shakespeare gehabt egal wer Shakespeare war.

00:48:12: Da will ich mich auch nicht nie eigentlich einlassen wollen.

00:48:16: Ich nenne ihn Shakespeare.

00:48:20: Also in der englischen Sprache fast jeder Satz, jeden Satz kann man wieder in Shakespeare finden.

00:48:28: Das heißt eben zu jedem Augenblick unseres Lebens gibt es einen Vers von Shakespeare und das macht ihm so eigenartig, besonders omnipotent überall eigentlich.

00:48:43: Und die Emily benutzt diese Eigenschaft der englischen Sprache und geht überhaupt nicht.

00:48:52: Also sie will nichts beschreiben, sie will auch nichts erklären.

00:48:58: Sie benutzt oder verwendet nicht mal das.

00:49:02: also ich möchte nicht mal sagen dass sie die Sprache benutzt.

00:49:05: sie lebt in dieser Sprache.

00:49:09: Das ist Die Luft die sie atmet Und da sind...das ist die Luft die sich aushalten.

00:49:18: wenn sie eben ein Gedicht schreibt, dass es sein ist diese Hauch.

00:49:24: Wenn sie sagt I'm nobody and who are you?

00:49:28: Are your nobody too?

00:49:30: Ich bin niemand und wer bist du?

00:49:32: Und ich möchte niemand sein!

00:49:35: Und dann sagt sie, ich möchte nicht jemand sein.

00:49:39: Genau die möchte niemanden sein.

00:49:41: das ist ja auch so eine Frage.

00:49:44: Denkst Du Sie war sich bewusst sozusagen ihres Schaffen und ihres Könnens und dem Wert ihrer Arbeit?

00:49:52: Ich glaube, sie war es bewusst.

00:49:58: Sie wusste, dass sie viel weitsichtiger ist als ihre Umgebung.

00:50:07: Ich glaube das Ihre Freunde, die zum Teil verstanden haben aber das was sie tatsächlich sah konnten sie, glaube ich nicht sehen.

00:50:21: Und ich wage es zu bezweifeln dass wir das in allen Facetten und da sehen können.

00:50:31: Deswegen wahrscheinlich forschen wir nach dem was Emily Dickinson, wer Emily Dickenson war und wie sie gelebt

00:50:41: hat.

00:50:42: Aber sie hat sich schon, du hast gerade das Gedicht angesprochen einem Nobody.

00:50:45: Das passt ganz gut!

00:50:47: In der zweiten Strufe heißt es auch wie langweilig jemand zu sein, wie öffentlich ein Frosch da sein dass Juni lang seinen Namen schreit vor einem Sumpf der Eitelkeit.

00:51:01: und genau dagegen hatte sie sich auch verwehrt.

00:51:03: also für Sie war das jemand der jetzt nur schreibt um sozusagen zu veröffentlichen dass das so zu sagen ja Vergeblich Eitelkeit ist einfach.

00:51:10: Und dass sie da in diese Falle, ist sie gar nicht reingetreten.

00:51:14: und das Interessante ist Sie hatte ja auch die hätte die Möglichkeit gehabt zu veröffentlichen.

00:51:19: Auch es gab eine damalige Schriftstellerin Helen Hunt Jackson Die damals relativ bekannt war und die hat sie auch aufgefordert.

00:51:27: die hat auch gesagt sie müssen Sie müssen veröffentlichten.

00:51:31: Ja sie sie hatte auch irgendwo geschrieben.

00:51:34: man darf doch Gedanken nicht vorenthalt die anderen Seelen helfen können.

00:51:39: Sie hat die Poesie von Emily als Medizin betrachtet oder nicht irgendwo verborgenen Schubladen bleiben soll.

00:51:48: Die Jackson hatte sich auch als Nachlassverwalterin angeboten, aber Emily ist nie darauf eingegangen.

00:51:54: Ihr wurde auch angebotene Anthologien zu öffnen?

00:51:56: Wollte sie nicht!

00:51:57: Und da muss auch sagen, dass Emily halt vielleicht auch davon abgehalten hat zu veröffentlichen war.

00:52:03: Dass sie auch nicht wirklich groß zu Kompromissen bereit war dahingehend irgendetwas zu ändern um ihre Gedichte vielleicht damals die Zeit passender zu machen.

00:52:13: Da nichts lag ihr Ferner?

00:52:16: Nein!

00:52:17: Also keine Kompromisse auf jeden Fall.

00:52:23: Es war ja auch nicht danach.

00:52:26: Also ich habe den Eindruck, sich hat wirklich geschrieben so wie sie es für richtig gehalten hat und hat sich überhaupt nicht um das Publikum geschert.

00:52:43: Sie hat auch überhaupt diese Idee Publikums oder ein Gegenüber.

00:52:52: Das existiert nicht in ihrer Poesie – in ihren Briefen schon!

00:52:56: Also dass sie irgendwas erklären möchte, sagen möchte.

00:53:01: Auch beschreiben möchte sich auch entschuldigen will oder ihr Trauer beschreiben möchten aber in ihrer Positiv will sie gar nichts beschreiben.

00:53:11: also es gibt auch.

00:53:13: wenn man die ihre Gedichte sprachlich nur analysieren wollte dann müsste man merken das es kaum Adjektive gibt.

00:53:25: Ihre Gedichte bestehen aus Verwerben und Substantiven.

00:53:32: Und das ist das, was eigentlich diese Poesie auch ausmacht.

00:53:36: Die Welt.

00:53:37: sie sieht die Objekte, die Teile dieser Welt nicht mal Teil sondern das woraus die Welt besteht eigentlich.

00:53:49: Das bewegt sich alles auf Also ist in Aktion und diese Aktion ist eigentlich wichtig.

00:53:56: Und dann auch die Konstellation, also wie alle diese Begriffe beziehungsweise Wörter oder das was sie sieht gegenüber einander stehen in was für eine Beziehung als ob es ein Mosaic ist vor unseren Augen eigentlich aufbaut.

00:54:15: So sehen die Gedichte aus, so Puzzlesteinen und dann irgelt man mal ...

00:54:24: Teile fehlen irgendwie und diese aber versucht dann auch der einen Seite zu verbinden und überraschend zum Teil

00:54:30: oder wenn sie das nicht macht Vielleicht ist das ihr Absicht oder wir würden gerne das so deuten wollen, dass sie von dem Leser oder denjenigen der zuhört bzw.

00:54:46: liest, dass er das auf seine Eigenart und Weise vervollständigt.

00:54:52: Und das wäre natürlich meine... Vision oder meine Fantasie, dass so jemand wie sie eigentlich ein sehr persönlicher Mensch in einer intimen Welt auf diese Art und Weise kommunizieren möchte.

00:55:17: Dass sie dir deine sei ihre!

00:55:21: Ihre eigene Vorstellung dessen, was sie gerade jetzt betrachtet oder erlebt oder woran sie die gerade denkt.

00:55:29: Sie vermittelt dir das durch ihr Gedicht und dass du praktisch das Gedicht entweder vervollständigst oder auf deiner Eigenart und Weise kommentierst aber nicht verbesserst.

00:55:44: Das ist überhaupt wie... käme man überhaupt auf die Idee,

00:55:50: dass es wie vermessen wird.

00:55:53: Genau das ist das richtige Wort!

00:55:56: Dass du einfach sagst was siehst du da und das ist vielleicht auch Art und Weise wie man ihre Poesie lesen soll, dass man darauf eine Antwort gibt im Sinne von.

00:56:15: Ich sage dir, wie ich das sehe.

00:56:17: Und ich lade dich vielleicht schon ein, irgendwie da so mitzudenken und vielleicht weiter zu denken.

00:56:23: Genau!

00:56:23: Das hatte sie auch mit ihrem Riefen dann wahrscheinlich auch versucht wo sie die Gedichte ja zum Teil auch schon sozusagen andere ihre Korrespondenz mitgeschickt hat und eingeladen hat Deitz weiterzudenke.

00:56:33: aber wenn man dann die Antworten liest auch von wie weiß ich nicht ob Familie darauf geantwortet haben, da merkst du das die gar nicht diese diese diese ja diese Intensität haben oder dass sie gar nicht in dieser Gedankenwelt eingetaucht sind

00:56:46: Die haben es verpasst.

00:56:47: Es war zum Teil wirklich so.

00:56:50: was soll ich jetzt, also eine Überforderung würde ich fast sagen kann man daraus und du hast ja gesagt dass die Gedichte viele substantive Verben?

00:56:58: Was denkst Du?

00:56:59: Was ist denn das Verb was am meisten in den Gedichten vorkommt?

00:57:05: Sag mir

00:57:06: Wissen

00:57:08: Das ist interessant To know Ist interessant Ja Ja Passt Es passt

00:57:25: oder nicht wissen,

00:57:27: die

00:57:27: Grenzen des Wissens.

00:57:29: Sie möchte eigentlich hinter der darstellenden Welt Einblick bekommen und vielleicht ist das auch eine... Oder das wäre jetzt meine Vision oder das was mich bei ihr immer so fasziniert.

00:57:50: erstens sind das immer diese Diese Ausschnitte, das finde ich viel eindrucksvoller als die vollständige Gedichte, die auch wunderschön sind und beeindruckend.

00:58:07: Aber dieses Nippets macht mich immer wahnsinnig!

00:58:14: Und ich habe meinen Fall den Eindruck auf diese Art und Weise möchte sie eigentlich für sich selbst roost finden weil Das größte Problem uns allen ist die Frage, was kommt danach?

00:58:31: Was kommt nach dem wir unseren letzten Atemzug von uns gegeben haben.

00:58:40: Was kommt, nachdem wir den letzten Vers geschrieben haben?

00:58:47: und da kommt etwas... Und sie ist auf der Suche eigentlich nach dem, was danach kommt.

00:58:58: Manch sein dass ich da auch etwas falsch... Dass ich auf dem falschen Weg bin würden wahrscheinlich eben meine Kollegen Literaturwissenschaftler das sehr laut behaupten die ihre Gedichte gerne eben setzieren und die Ferse zählen und die Reimen bestimmen.

00:59:23: aber Ich glaube, das ist wirklich für mich die Antwort.

00:59:28: Und für mich ist das was mich so sehr bei ihr fasziniert dass sie sich nicht mit irgendwelchen religiösen Vorstellungen und Darstellungen zufrieden gibt und schon gar nicht eben zufriedengibt mit Paradies oder illisischen Feldern oder was auch immer.

00:59:52: Für sie ist das Leben kein Mysterium und der Tod schon gar nicht.

00:59:59: Und das ist, ich glaube ... was ich in ihr finde immer wieder.

01:00:08: Sollte ich dir dazu noch etwas sagen?

01:00:10: Was Sie jetzt mal sprechen lassen, es passt vielleicht ganz gut auch gerade was ist danach, der Tod.

01:00:17: Sie schrieb in einem Brief an ihre Nichten wieder, Ihre Cousinschuldigung Der Wechsel von der trauten Welt, in die die Rätsel bleibt.

01:00:26: Ist wie das Kind des Zwiespalt?

01:00:28: Wenn jeder Hügel reizt hinter dem Kamm liegt Zauber ist alles unbekannt.

01:00:34: nur lohnt auch das Geheimnis den einsamen

01:00:37: Gipfelgang.".

01:00:39: Genau!

01:00:42: Das war sie zu ergründen.

01:00:44: Das war sozusagen so ein bisschen das was sie ja auch gesucht hat oder was sie... In dieser Gipfelgang hat sich das jetzt eigentlich auch gelohnt

01:00:52: Und ich finde das viel ernsthafter.

01:00:56: und für mich ist es wirklich, ich sehe dann Emily Dickinson.

01:01:02: Ich sehe sie gar nicht in diesen Versuchen eben ihren Liebhaber aufzudecken.

01:01:08: hat sie den geliebt oder nicht gelebt?

01:01:10: Sie schreibt das auch, ich habe das auch irgendwo gefunden.

01:01:15: Also sie schreibt auch, dass sie gerne Herzschmerz jetzt eben beenden möchte.

01:01:21: Weil das quält sie.

01:01:23: Das möchte reichts.

01:01:27: Wo ich denke wie modern, wie fantastisch... Sie will überhaupt nicht darüber großartig nachdenken sondern sie möchte, dass sich nicht mehr an den Beloved oder wie auch immer der Meinst du genau, sie will ein... Das ist nicht ihr Thema.

01:01:54: Ihr Thema ist wer sind wir und woher kommen wir?

01:02:00: Und wohin gehen wir?

01:02:02: Sie hatte ja, ich habe ja gesagt in der Cousine hat sie auch den letzten Brief geschrieben kurz bevor sie gestorben ist.

01:02:06: Sie wusste dass sich stirbt Sie hatte so einen Nierenleiden und war vorher schon lange bettlegelich.

01:02:12: Und sie hat eine letzte kleine Not da in ihrer Cousine geschrieben, das war called back.

01:02:21: Also wie ich werde jetzt zurückgerufen.

01:02:23: Genau.

01:02:24: Das

01:02:25: war ...

01:02:26: Ja also selbst in den letzten Momenten konnte sie irgendwie keine treffenderen Worte finden?

01:02:32: Genau!

01:02:33: So stelle sie gelebt hat, so stelle ist sie gegangen.

01:02:40: Wir haben friedlich gut, aber sie ist dann halt einfach genau in diesem Nieren leiden.

01:02:45: Wahrscheinlich war da so ein arterielles Problem auch, also verschiedene Sachen und da hat sie gestorben.

01:02:51: Genau!

01:02:52: Und man möchte natürlich gerne in ihrem Tod auch... Also es gibt auch... Es gibt so Darstellungen, dass sie ihr Leben lang an Epilepsie liegt Also, ihr Hirnschlag gestorben ist und dass ihr Tod eben schmerzhaft war.

01:03:15: Ich meine zum Teil war ihr Leben schmerzerhaft.

01:03:19: Sie hatte auch unterschiedliche Leiden gehabt.

01:03:23: Sie hatten Augenleiden unter dem die sehr gelitten hat.

01:03:26: da musste sie mal nach Posten in die Behandlung und das Augenlein war wirklich schlimm für sie weil es hieß, dass sie erst einmal nicht mehr lesen konnte.

01:03:31: Genau genau.

01:03:32: Das hat sie... Ich fand das immer sehr schön, wenn.

01:03:36: sie hat dann auch in vielen näheren Gedichten beschreibt.

01:03:40: Sie wie eben Winter kommt und also diese Zufriedenheit dass die Fenster zugeschlossen werden und das erste Feuer also angezündet wird Das ist ja irgendwie ihre Welt gewesen.

01:04:00: Da

01:04:00: muss ich jetzt eins noch mal vorlesen, weil das fällt mir da gerade ein... Genau wie der Winter wird.

01:04:05: aber sie hat ja auch so wunderbar so das Phänomen was wir jeden Tag treffen und zwar dass Nacht wird.

01:04:11: Das hat Sie ganz wundervoll beschreiben.

01:04:13: darf ich dir das noch vorlese?

01:04:14: Möchtest du das noch hören?

01:04:16: Absolut!

01:04:16: Das

01:04:17: ist nämlich auch sehr schön.

01:04:19: also man kann kaum schöne Worte dafür finden.

01:04:23: Die Grillensangen die Sonne zur Ruhe.

01:04:26: Werkleute beendeten ihre Schicht dazu.

01:04:30: Das niedrige Gras belut sich mit Tau, das Zwielicht stand wie Fremde stehen Hut in der Hand, höflich und scheu Ob bleiben oder gehen Eine Weite wie ein Nachbar kam eine Weisheit ohne Gesicht oder Macht Ein Friede wie die Sterne daheim.

01:04:50: Und so wurde die Nacht

01:04:53: Fantastisch.

01:04:54: Da haben wir sogar mal ein bisschen

01:04:57: rein.

01:04:58: Genau, also du hast dein Gedicht vorgelesen und ich habe noch einen der auch diese Ironie die Du erwähnt hast ihr Witz ihre Ironie Die zum Teil auch in Zarkasmus übergeht Am besten darstellt.

01:05:21: und das Gedicht heißt Der Wagen oder im Original der Chariot.

01:05:30: Ich hoffe, dass ich das auch richtig ausgesprochen habe... Es ist auf Deutsch!

01:05:36: Weil ich nicht stehen bleibe wegen ihm.

01:05:41: Da hielt er Tod für mich.

01:05:45: Im Wagen waren nur wir zwei.

01:05:49: Und das was unsterblich Er vorgemächtlich ohne Hass Und ich legte beiseit alles, was Mühe und Muße war aus Lautachhöflichkeit.

01:06:06: Vorbei ging's an dem Pausenhof da spielte Mann und Rang vorbei am Sonnenuntergang an Feldern, Reifenkorns.

01:06:19: Dann halt vor einem Haus wie ein gewölbter.

01:06:29: Sehr schön.

01:07:01: Was keiner versteht?

01:07:03: In den Himmel kommen, weiß nicht wann.

01:07:07: Bitte frag mich wie gewiss bin ich zu erstaunt darüber nachzudenken in den Himmeln kommen?

01:07:15: Wie vage wie naiv dies klingt.

01:07:20: und doch wird es geschehen so sicher wie die Herde ziehen heim zunacht im Schutze ihres Hirten.

01:07:29: vielleicht auch du Wer weiß, solltest du zuerst dort sein?

01:07:34: Dann schau dass ich ein Plättchen habe.

01:07:38: Na

01:07:39: den beiden Lieben die ich hab verloren Das kleinste Gewand wird mir wohl passen und auch ein bisschen Krone Denn Du weißt das wir uns nicht ums Äußer kümmern wenn wir hingehen.

01:07:58: Ich bin froh nicht dran zu glauben.

01:08:01: Es nehme mir den Atem und gern würde ich noch ein wenig auf eine solche seltsame Erde schauen.

01:08:09: Ich bin froh, die beiden glaubten dran, die ich nie mehr getroffen seit jenem gewaltigen Nachmittag im Herbst, an dem ich sie in der Erderschuss

01:08:22: entließ.".

01:08:28: Das war doch so.

01:08:29: die große Frage!

01:08:34: Das finde ich so fantastisch.

01:08:46: Das ist das was mich eigentlich fasziniert.

01:08:48: Also sie braucht keine und so modern.

01:08:52: Ja, sehr modern!

01:08:53: Aus der Ära wo er eigentlich lebt von adjektiven... Unendliche

01:08:59: Beschreibungen.

01:09:00: Genau.

01:09:01: Da hat sie dann ganz drauf verzichtet?

01:09:05: Ganz das ist so puristisch wie ihr Leben

01:09:09: auch war.

01:09:11: ich glaube so hatte sich auch leben wollen weil sie wollte diese diesen klaren Blick behalten.

01:09:20: Ohne irgendwelche Irrwege, ohne...

01:09:27: Aber sie selber hat sich ja auch oder als Irrlichtern sozusagen?

01:09:30: Irrlichter, genau!

01:09:31: Das hatten wir ja auch schon in einem Gedicht.

01:09:36: Ja, Sie ist ja dann wie gesagt, aus den Achtzehn und Sechsten Achtzig ist sie dann verstorben immer noch relativ jung, also sie ist so

01:09:45: neunfünfzig

01:09:46: Jahre alt geworden.

01:09:49: Ihre Eltern waren wie gesagt vor euch schon gestorben.

01:09:52: Ihre Geschwister haben sie überlebt und man kann sagen, als sie dann gestorven ist, ging eigentlich auch so ein bisschen das Zerren um ihr Werk los.

01:10:04: Eine sehr spannende Geschichte, wie es dann auch weiterging.

01:10:07: Wir hatten ja schon erwähnt, dass man doch dann überrascht war als sie gestorben wird das Ausmaß ihrer Schriftsteller Tums.

01:10:15: Die Schwester hat aufgeräumt und hat angefangen alles Sachen zu verbrennen so wie Emma die das gerne gewollt hat Und hielt aber dann inne und hat sich dann alles angeschaut hat gesehen Wie umfangreich das ist und er sagt nein Das kann ich nicht verbrennen, hat auch den Wert einfach erkannt.

01:10:32: Und sie hat sich dann gewandt an Higginsen da doch mit zu helfen die Dinge zu veröffentlichen Und an Susan hat sie sich gewarnt, also die Frau des Bruders in der Hoffnung das weil sie auch viele Gedichte bekommen hat.

01:10:46: Das wusste Vinnie auch und hat dann gehofft sozusagen da so ein bisschen Hilfe zu bekommen.

01:10:51: Was aber dann passiert ist dass es ihr zu lange gedauert habt.

01:10:55: Also irgendwie kamen sie nicht aus dem Knick wie man so schön sagt und deswegen hat sie zich an jemandem gewandelt was erst mal verraschend ist und zwar an Mabel Todd.

01:11:05: Weißt du wer Mabel Tod war?

01:11:06: Hast du davon gehört?

01:11:07: Mabel Tot war die Geliebte ihres Brudders!

01:11:10: Ach ja, das stimmt.

01:11:11: Ja, ja.

01:11:13: Also sozusagen die direkte Konkurrente von Susan und an sie hat sich gewarnt... Man muss jetzt sagen, Mabel und Emily hatten auch Kontakt.

01:11:22: Sie haben natürlich auch geschrieben.

01:11:24: Emily hatte auch Grünbriefe geschrieben und sie begann jetzt so zu sagen diese Gedichte mit sich anzuschauen, zu verändern zu korrigieren.

01:11:36: Ich mache das in Anführungszeichen, weil so lürig zu korregieren ist an sich schon mal ein Paradoxum und hat dann das auch transkribiert.

01:11:46: Man hat aber auch schnell festgestellt manches war nicht mehr gut lesbar.

01:11:49: wir hatten schon gesagt manchmal waren es kleine Zettelchen auf denen irgendwas geschrieben wird.

01:11:53: da wurde dann sozusagen selbst zum Teil noch ergänzt Und dann hat sie das zusammen mit Higginsen im Eighthsundhundertneunzig unter dem Titel The Poems bei Emily Dickinson, wurde das rausgebracht und es hatte auch schon sechs Auflagen im ersten Jahr.

01:12:09: Also das war sehr erfolgreich die Gedichte und dann hat man sich entschlossen, dann Vierneinzig auch mit Briefe zu veröffentlichen.

01:12:21: Trotzdem muss man auch sagen, die Bearbeitung der ganzen Gedichte waren ... Ich hab ja schon erzählt, dass viele Gedichte an Susan oder für sie geschrieben wurden.

01:12:30: Und da war auch bei Mabel logischerweise so eine Voreingenommenheit.

01:12:33: Das heißt, man hat die dann auf Kosten dessen irgendwie abgeändert und so ging es dann über in die ... Zu der Tochter von Mabel, die dann auch anfing als sie Mutter gestorben ist zu veröffentlichen.

01:12:49: Ebenso wie die Tochter Von Susan.

01:12:51: also wir hatten dann immer so zwei Konkurrenz Fassungen sozusagen Auflagen die dann und erst nineteenhundert... Jetzt hilfe ich.

01:13:02: neunzehnhundertfünfundfünfzig gab es die erste kritische Gesamtausgabe ihrer Werke, also wo man wirklich sich auch an den Originalen orientiert hat und nicht diese verschiedenen Fassung.

01:13:15: Irgendwann waren ja auch so verschiedene Fassungen dann im Umlauf, wo es dann auch wirklich schwer war zurückzuverfolgen.

01:13:20: was war jetzt eigentlich wirklich Emily?

01:13:22: Und was waren irgendwelche nachträgliche Korrekturen die vorgenommen wurden?

01:13:27: Und in achtzehntenhundert neunzehnundachtenfünfzig erfolgte dann auch die Veröffentlichung der Briefe und dieses erste Band, das ist von neunzent fünfzig veröffentlichtes sozusagen gilt heutzutage als Standard-Werkausgabe.

01:13:40: Von Johnson war das.

01:13:42: Man muss auch noch ein bisschen kritisch bemerken, dass die deutsche Öffentlichkeit sehr verspätet auf Emily Dickinson reagiert hat und in den letzten Jahren gibt es so ... Ziemlich viele Regungen und auch jetzt Ausgaben.

01:14:14: Zum Teil auch bewegt durch diese Filme und Serien, die jetzt überall so aus dem Boden schießen wie die Pilzen nach dem Regen.

01:14:27: Und ich muss doch also Ich muss zugeben dass Übersetzung von ihre wo sie nicht leicht ist.

01:14:42: Und obwohl Deutschland wirklich hervorragende Englisten hat, ist das schon eine sehr große Herausforderung.

01:14:52: Nichtsdestotrotz denke ich, dass da auch unterschiedliche Sachen in einer Rolle spielen.

01:15:02: Erstens, dass sie ein Frau ist?

01:15:06: muss man schon zugeben, dass sie eine Frau ist auf dem ersten Blick ohne Gewicht.

01:15:14: Im Sinne von also nicht in ihrem Leben hat sich die Welt nicht verändert und vor allem nicht die Welt verändern wollen und das auch ihre Poesie im englischsprachigen Raum verspätet eben ernst genommen wurde.

01:15:35: Es ist lustig auch, dass mittlerweile auch ihre Kochbücher jetzt eben wieder mal so.

01:15:41: Weil wir haben diese Kochwahn zur Zeit.

01:15:46: vor zehn Jahren waren das Krimi Romani.

01:15:48: Jetzt sind die Kochbühchern von...

01:15:50: Aber die Krimiromane immer noch oder?

01:15:52: Also wenn ich mit dieser Nudleide gehe.

01:15:54: Ja aber

01:15:55: nicht so wie es eben vor zehn jahren war.

01:16:00: und ich muss sagen Gut, ich bin eine Passionierte wie wir schon erwähnt haben.

01:16:06: Also ich mag Kochbücher.

01:16:10: Du kannst auch

01:16:10: gut kochen?

01:16:12: Wille ich kochen.

01:16:13: Ich

01:16:13: möchte hier nochmal einwerfen.

01:16:16: Ich durfte schon mal... mehrmals.

01:16:19: eigentlich durfte ich sozusagen schon mal kosten und ja.

01:16:23: Ja aber das gehört also eigentlich passt das.

01:16:27: deswegen erwähne ich dass weil das passt.

01:16:31: es passt zu der Tatsache, dass sie eine leidenschaftliche Gärtnerin war.

01:16:38: Und es passt auch diese praktisch mit den Früchten der Natur umgehen können die nicht verändern sondern Sie auch richtig präsentieren und du hast schon mal gesagt das Ihr Vater ausschließlich ihr Brot essen wollte.

01:17:01: Und sie hat wirklich alle, die sie... und das ist so wunderschön.

01:17:07: Sie hat alle Menschen, die Sie geliebt hat eigentlich verwöhnen wollen mit Ihrer Küche.

01:17:15: Und sie war eine leidenschaftliche Bäckerin.

01:17:18: Sie hatte gern gebacken.

01:17:20: Wenn man diese Rezepte liest, das ist noch eine Version Ihrer Poesie.

01:17:29: Art und Weise wie sie diese Zutaten darstellt, nicht mal beschreibt.

01:17:36: Auch ich habe gesagt die Messungen wie soll man das machen?

01:17:43: finde ich großartig.

01:17:45: auf jeden Fall lesenswert gibt es leider noch keine deutsche Übersetzung aber es gibt ihre Kochbücher auf Englisch und dann auch Wunderbar illustriert auch mit Fotos von ihrem Garten und von ihrem Schreibtisch.

01:18:01: Und von der Küche, wo sie eigentlich gewütet hat

01:18:05: bzw.,

01:18:06: wo sie ihre poetische Backwaren so hergestellt hat.

01:18:14: Also erst mit Emily kochen und danach noch ein bisschen in ihren Gedichten schmökern?

01:18:19: Auf jeden Fall!

01:18:20: Meinst du das wäre so der perfekte Abend die man sich... Also ich glaube, wir haben jetzt schon mal eine gute Wochenendplanung für euch entworfen.

01:18:34: Wir hoffen dass unsere Ausgabe heute ein bisschen Lust gemacht hat Emily zu lesen und ja... ihre Gedanken weiterzudenken und sich auch wie gesagt nicht abschrecken lassen.

01:18:48: Das ist nochmal ganz wichtig, also hier noch mal eine ganz große Leseempfehlung und ja toll dass es die Gedichte gibt wie gesagt zu ihr Lebzeiten gänzlich unbekannt aber dann nach Postum einer der größten Lyrikerinnen oder die größte Lyrikerin der amerikanischen Literatur

01:19:06: Und

01:19:08: der englischen Sprache.

01:19:10: Danke, Jelena.

01:19:11: Es war mir wieder mal ein Vergnügen und jetzt habe ich Hunger!

01:19:15: Ja,

01:19:15: genau.

01:19:16: Lass uns was essen und wir hören uns dann zur nächsten Ausgabe.

01:19:20: Vielen Dank.

01:19:21: Macht's gut.

01:19:41: Tschüss!

01:19:42: Dann folgt uns auch unserem Insta-Kanal lit.ermittlerin.

01:19:47: Dort findet ihr viele zuhörtliche Informationen zu den Werken und zu den Autoren plus auch schönes Bildmaterial.

01:19:53: Wir sehen uns.

01:19:54: Tschüß.

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